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01. September 2006

Konferenz Freies Wissen auf der Wizards of OS

Information Freedom Rules ist das Motto der vierten Wizards of OS-Konferenz, die vom 14.-16. September 2006 in der Columbiahalle in Berlin ausgerichtet wird. Die Themen der hochkarätig besetzten Konferenz: freie Software, freie Inhalte und freie Infrastrukturen. Erwartet werden über 100 Wissenschaftler, Techniker, Künstler und Aktivisten sowie über 1.000 Besucher aus aller Welt.

Neben den Hauptthemen "Autorschaft und Kultur", "Ökonomie und Arbeit" werden die "Regeln und Werkzeuge der Freiheit" in diversen Panels, Diskussionsrunden und Workshops thematisiert werden. Die Veränderungen im Bereich des Schaffens von Medien, der Gegensatz zwischen freien und restriktiven Inhalten und die Folgen der fortgesetzten Urheberrechtsreformen werden von zahlreichen Künstlern, Kreativen, Medienschaffenden und Aktivisten erörtert werden.

Der Siegeszug der freien Software setzt sich seit Jahren fort und ist auch in den Mainstrem-Medien angekommen. Freies Wissen, freie Filme, Musik und Infrastruktur sind weniger bekannt. Die Show des Freien Wissens zeigt am 16. September im Rahmen der WOS in der Columbiahalle Berlin auf unterhaltsame Weise auch einem weniger technik- und netzaffinen Publikum auf leicht verständliche Weise, was es damit auf sich hat. Freie Musik, Filme und Texte längst ein Bestandteil des Internet-Alltags - nur findet diese "heimliche Revolution", wie die Entwicklung bisweilen genannt wird, eher im Stillen statt. Das ist zwar sympathisch, aber schade - denn hier passiert etwas, was größte Aufmerksamkeit verdient.

Auf der Show des freien Wissens werden die Grundlagen und Inhalte von freiem Wissen und freier Software vorgestellt - beispielsweise Musiker, die ihre Songs kostenlos im Internet zur Verfügung stellen und trotzdem Geld mit ihrer Musik verdienen. Die Berliner Freifunk-Initiative, die an einem flächendeckenden freien Internet-Zugang in der Stadt arbeitet. Der Eintritt zur Show des Freien Wissens ist, wie sollte es anders sein, frei. Um Anmeldung im Internet wird gebeten.

Seit Lawrence Lessig, Jura-Professor in Stanford, die Creative-Commons-Lizenzen entwickelt hat, verbreiten sich freie Inhalte wie ein Lauffeuer. CC-Lizenzen erlauben es Kreativen, ihre Werke anderen auf einfache Art und Weise zur Verfügung zu stellen, so dass diese daraus Neues entwickeln können. Bereits vier Jahre nach der "Erfindung" der Creative Commons-Lizenz stehen mehr als zehn Millionen CC-lizenzierte Werke im Internet bereit, um von anderen nicht nur genutzt, sondern auch re-mixed, neu arrangiert und umgeschrieben zu werden. Am 16.9 kann man sich von Lessig selbst berichten lassen, wie er auf die Idee kam und was ihn antreibt.

Weiterhin geladen sind der Netlabel-Musiker Disrupt aus Leipzig, der seine Dub-Reggae-Stücke frei zum Download zur Verfügung stellt, Musikjournalist und Buchautor Moritz mo. Sauer, selbst Betreiber eines Netlabels, das bereits für den Grimme-Online-Award nominiert war. Ausgerichtet wird die Show des freien Wissens vom WOS (Wizards of OS) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Medienkulturzentrum c-base und dem mit dem Grimme Online Award ausgezeichneten Urheberrechtsportal iRights.info.

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