Losehand am Donnerstag, 29.07.2010 12:15 Uhr
„Solange es aktuelle Kinofilme in guter Qualität und bereits vor dem offiziellen Kinostart kostenlos zum Runterladen gibt, haben Piraterieseiten einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, zumal es an effizienter Rechtsverfolgung mangelt", ist Werner Müller, der Generalsekretär des österreichischen Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP), überzeugt. Er blickt damit skeptisch hinüber zu den Entwicklungen auf der anderen Seite der Welt, wo das neue DRM-online-System „UltraViolet“ den Interessen beider Seiten – Rechteinhabern wie Nutzern – entgegenkommen will.
Wenn legal erworbene Medien nicht auf allen vorhandenen und auch vielleicht zukünftig verwendeten Geräten abgespielt werden können, ist Ärger vorprogrammiert: Digital Right Management-Systeme (DRM) sollen die Medienindustrie vor Piraterie schützen. Sie schützen sie aber vor allem vor Kunden, die durch schlechte Erfahrungen mit der Technik abgeschreckt werden.
Ist UltraViolet die Zukunft?
Mit „UltraViolet“ soll jetzt volle Kompatibilität zwischen Medien und Geräten hergestellt werden. Und das egal, wo und für welche Gerätearten man mit „UltraViolet“ gekennzeichnete Produkte erwirbt. Egal, ob mit Game-Konsolen, Smartphones oder mit dem Internet verbundenen Fernseh- und Blu-ray-Geräten. Überall, wo man Internet-Zugang und damit Zugang zum „UltraViolet“-Konto hat, sollen die Produktionen der teilnehmenden Studios konsumiert werden können.
Natürlich wird „UltraViolet“ drei Probleme wohl nicht lösen können, die auch den Erfolg der illegalen Streaming-Seiten ausmachen:
1) Die unterschiedlichen Veröffentlichungstermine von Spielfilmen,
2) die geographischen Beschränkungen in der Lizenzierung und
3) die Sensibilisierung der Nutzer für den Datenschutz.
Denn je mehr Firmen mit „UltraViolet“ ihre Filme und TV-Serien anbieten, desto eher wird den Konsumenten das Gefühl beschleichen, der heimische Medienschrank und seine Nutzung seien nicht mehr privat, sondern gläsern, denn ohne den Zugang zum Konto bleiben die Bildschirme dunkel.
Dass die Filmbranche mehr oder weniger hektisch nach kreativen Lösungen sucht, um Erlöse aus dem immer beliebter werdenden Streaming zu erzielen, ohne die Kontrolle über ihre Rechte zu verlieren, ist unbestreitbar. Aber ob der Weg, den auch der Spielehersteller Ubisoft eingeschlagen hat und die Kunden bei jeder Mediennutzung zu einer Internet-Verbindung zwingt, von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt mal wieder abzuwarten.
Update (von Ghandy):
Ultraviolet
Bild-Quellen: UltraViolet
Text-Quellen: pressetext.at
Und wenn alle mir gehorchen muss sich keiner bekriegen.:beer:...
Die Überschrift des Artikels ist schon lustig. DRM heißt doch bloß, das irgendwie versucht wird, Vervielfältigungen zu kontrollieren. UltraViolet ist genau so ein Verfahren, also auch DRM. Mit „UltraViolet“ soll jetzt volle Kompatibilität zwischen Medien und Geräten hergestellt wer...
Ist klar, ständige Onlineverbindung für die Nutzung erworbener Medien. Das werde ich nicht nur nicht meinen Eltern klarmachen können (60) sondern auch nicht meiner Verwandschaft im mittleren Alter (30). Kann man das als Schuss in den Ofen betrachten? Ich meine ja. ...
Na dann kauft doch erst recht keiner mehr. Ich will DVD... einlegen und sehen und nicht: kaufen einlegen DVDPlayer updaten mich irgendwo online anmelden sehen...
For DVDs and Blu-ray discs, UltraViolet is designed to let consumers start with a physical media purchase, then unlock the full UltraViolet digital experience by adding the title to their UltraViolet Account. also wenn ich das richtig verstanden habe, dann braucht man evtl. wirklich n...
Ghandy am 05.09.2010, 14:38 Uhr
Alexander Maiwald arbeitet seit weit über 20 Jahren in der Medienbranche und er hat sich als Arbeitsbereich schnell für Musik entschieden, weil sie ihm beruflich wie privat am nächsten ist. Wir sprechen mit ihm über den geplanten 3. Korb des Urheberrechtsgesetzes, die GEMA, die Three-Strikes-Pläne des BVMI, die Zukunft der Musikdistribution im Allgemeinen und illegales Filesharing im Speziellen.
SenerD. am 31.08.2010, 16:26 Uhr
Die Bergungsarbeiten laufen schleppend. Aller Voraussicht nach werden die 33 verschütteten Minenarbeiter in Chile noch einige Monate auf eine Rettung warten müssen. Damit sich die verschütteten Arbeiter die Zeit vertreiben können, werden sie unter anderem mit dem Handheld Playstation Portable versorgt.
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