gullinews am Montag, 20.11.2006 17:14 Uhr
Greubel reichte nun eine Verteidigungsschrift ein, in der er keine eigene Schuld anerkennt, diese jedoch, falls vorhanden, auch für KaZaA gelte. KaZaA habe jedoch für die Urheberrechtsverstöße seiner User bereits Entschädigung bezahlt: die Beilegung des Verfahrens gegen Sharman Networks spülten 115 Millionen Dollar in die Kassen der Labels. Die Schlussfolgerung:
"Durch die Einigung mit Sharman Networks haben die Kläger einen Vergleich akzeptiert, in dem sie bereits voll für die Schäden ausbezahlt wurden, die von Greubel und anderen angeblich verursacht wurden."
Eine weitere Entschädigungszahlung durch Greubel für seine KaZaA-Nutzung bedeute, dass Entschädigungen doppelt entrichtet werden.
Greubels Verteidigungskosten werden vom kanadischen Label Nettwerk übernommen, die sich gegen die Kriminalisierung der Tauschbörsen einsetzt.
Die Gier der Majors könnte sich damit als Bumerang erweisen. KaZaA war nicht die einzige Tauschbörse, deren Betreiber Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe zu entrichten haben. Auch Bearshare legte seine Rechtsstreitigkeiten gegen das Versprechen einer Zahlung von 30 Millionen bei - eine Verteidigungsmöglichkeit für User des Gnutella-Clients, die sich auf die bereits erfolgte Entschädigungszusage berufen könnten. Dasselbe fand im Falle MetaMachines und deren Client eDonkey2000 statt, auch hier wurden 30 Millionen Entschädigung fällig.
Im Fall der Nutzung beispielsweise von eMule dürfte die Verteidigungsstrategie hingegen erfolglos bleiben. Die Open-Source-Clients sind bislang noch in keiner Weise juristisch erfolgreich belangt worden.
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am 21.11.2006 02:10:30: |
am 21.11.2006 16:30:51: |
pinkybrain am 21.11.2006 22:45:57: |