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17. März 2008
Kinder sind potentielle Kriminelle DNA-Proben in UK-Kindergärten gefordertDie kriminelle Laufbahn erkennt man vielleicht schon am Fünfjährigen: weswegen einer der hochrangigsten britischen Gerichtsmediziner fordert, von Kindergartenkindern mit "auffälligem Verhalten" schon mal DNA-Proben zu nehmen, um sie als kriminelle Erwachsene besser aufspüren zu können. "Je jünger, desto besser", argumentierte Gary Pugh, Direktor der Forensik am Scotland Yard. Pugh redete Klartext: dass sein Traum darin besteht, dass schlicht alle Bürger eine Genprobe abgeben müssen, verschleierte er wenig. Eine vollständige DNA-Datenbank scheitere aktuell "an Kosten- und Logistikfragen", so Pugh, der damit die Gründe, die in seinen Augen tatsächlich gegen die Zentraldatei sprechen und jene, die ihm schlicht egal sind, recht deutlich benennt.
Und daher: DNA-Proben im Kindergarten, wenn sich Kinder "auffällig" verhalten. Eine Studie des "Institute for Public Policy Research" (IPPR) ging in eine ähnliche Richtung: darin wurde gefordert, Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren mit kognitiver Verhaltenstherapie auf den Pfad der Tugend zu bringen. Die typischen Rechtsbrecher würden ihre "Karriere" im Alter zwischen 10 und 13 Jahren beginnen, eine Analyse von Risikofaktoren könnte bereits im Alter zwischen 5 und 7 Jahren zu Ergebnissen führen. Immerhin: das IPPR warnte auch noch vor dem "stigmatisierenden" Effekt solcher DNA-Samplings im Kindergarten. Aber sicher meldet sich demnächst ein Hardliner, der diese Stigmatisierung dadurch vermeiden will, dass man eben gleich alle Kinder in der Gendatenbank erfasst. Die "Kosten- und Logistikprobleme" lassen sich sicher lösen - wo ein Wille ist, ist ja auch schließlich ein Weg. Verwandte News
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