gulli: Killerspiele in Deutschland: Von der Leyen plant neues Verbot
11. April 2008

Killerspiele in Deutschland Von der Leyen plant neues Verbot

Nicht nur in der Schweiz wird die Gewaltspiel-Debatte neu aufgekocht: in Deutschland findet der Vorstoss von Familienministerin Ursula von der Leyen zum Verbot von gewalttätigen PC-Spielen wenig Gegenliebe bei der Opposition. Diese äußerten sich vehement skeptisch gegenüber einem solchen Gesetz, welches wohl nur mit symbolischen Charakter gegen solche Spiele wirke.

Der FDP-Medienexpete Christoph Waitz benannte den Gesetzentwurf als einen "Placebo", der völlig wirkungslos sei. Auch der jugendpolitische Sprecher der Grünen, Kai Gehring, konnte diesem Gesetzesvorhaben lediglich Populismus attestieren. Einziges Ziel dieses Gesetzesentwurfs also, die Massen zu beruhigen oder gar wohlwollend zu stimmen? Eine schwierige Frage, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass von roher Gewalt gepräge Spiele bereits jetzt nur unter schwierigen Umständen für Jugendliche zu erlangen sind, da Verkauf, Verleih oder Weitergabe an diese verboten ist und selbst Erwachsene durch Werbe- und Ausstellungsverbote eingeschränkt werden. Die Regeln, anhand derer solche Spiele auf dem Index landen sollen, sind jedoch das nächste angepeilte Ziel der Familienministerin. Diese will nämlich dafür Sorge tragen, dass eine Erweiterung der Kriterien durchgeführt wird, die wesentlich mehr Spiele auf die "Liste" befördern soll, welche dadurch in Deutschland nicht mehr (legal) zu erwerben wären.

Kernpunkt dieses Gesetzesentwurfs sei es klarzustellen, so von der Leyen, was exakt Gewalt sei, wann diese beginne und aufhöre. Demnach sollen Spiele, die "besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen" darstellen, per se auf dem Index landen. Eine Belohnung des Spielers für äußerst rohe Gewaltanwendung solle also zu einer Indizierung des Spiels führen.

Die Experten der Opposition äußerten sich allesamt skeptisch gegenüber einem solchen Entwurf. Er würde lediglich noch mehr Unklarheiten schaffen und bereits vorhandene Gesetze - die ebenfalls ausreichend sind - nur behindern. Dass andere "Beschaffungsmmöglichkeiten" für Jugendliche nach so einem Verbot weiterhin  bestünden, bezweifelte keiner der Medienexperten. (Bericht: firebird77)

  • 114 Kommentare zum Artikel
  • Ich geb einfach auch mal meine senf dazu. Ich bin gegen zensur von spielen auch gegen das zensieren von zb. nazi symbolen. So zu der erklärung mit den nazi symbolen komme ich noch ( bin kein nazi ) Kommen wir nun einfach mal zum wichtigsten fakt der von vielen ja übersehen wird ( besonders bei den politikern) FSK 18 spiele gehören in keinst form in kinderhänder. Es sind nicht die so genannten killerspiele die das problem darstellen oder ...

    TonyChopper am 16.05.2008 09:15
  • Was will die alte Schrulle überhaupt????? Habe die letztens erst durch ihren Heimatort Rad fahren gesehen (bei Hann0ver) wenn ich sie das nächste mal sehen sollte fahr ich mit meinem tiefe3rgelgeten BMW voll an ihr vorbei und mach einen Drive-By so wie ich es bei GTA San Andreas gelernt habe! Anschließend fahre ich über sie rüber, zocke ihr die Kohle und die Hausschlüssel ab und mach einen auf Antonio Montana im Game ...

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