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07. April 2008

Killerspiele Beckstein fordert Computerspiel-Branche zur Kooperation beim Jugendschutz auf

Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein möchte in der Frage der sogenannten Killerspiele auf Kooperation statt Verbot setzen. Dieses sagte er heute auf der Eröffnung den Fachkonferenz "Munich Gaming". Computerspiele hätten ein pädagogisches Potenzial. Die Industrie soll besser kooperieren, im offenen Dialog mit Wirtschaft und Politik bleiben und sich auch mit kritischen Fragen auseinandersetzen.

Die neue Konferenz "Munich Gaming" findet vom 5.-8. April in München statt. In der heutigen Eröffnungsrede der Fachkonferenz bezeichnete Beckstein die Computerspiel-Industrie als Markt der Zukunft mit großen Chancen. Es sei aber notwendig, dass die Branche in kritischen Fragen besser kooperiert. Er appellierte daran, dass man sich in der Frage der Killerspiele nicht aus der Verantwortung ziehen darf, sondern sich gemeinsam der Verantwortung stellen muss. Erfrischend neue Töne nach jahrelanger Forderung von Killerspiel-Verboten.

Beckstein sagte wörtlich: "Die Games-Branche hat einerseits ein großes Arbeitsplatz- und Zukunftspotential. Sie kann jungen Menschen spielerisch den immer wichtigeren Umgang mit der Informationstechnologie vermitteln und auch Fertigkeiten wie Kombinationsgabe, Reaktionsschnelligkeit und strategisches Denken fördern. Aber andererseits ist die Branche auch gefordert, sich offen mit den kritischen Aspekten elektronischer Spiele wie Vernachlässigung sozialer Kontakte, Bewegungsarmut, eingeschränkte Kontrollmöglichkeit der Erziehungspersonen oder Suchtgefahr auseinanderzusetzen. Deswegen ist mein Appell: Ziehen Sie sich nicht darauf zurück, dass der Zusammenhang zwischen Gewaltspielen und Gewalttätigkeit nicht eindeutig belegbar ist. Investieren Sie in den Jugendschutz."

Beckstein begrüßte die Diversifizierung des Spieleangebotes. Es gäbe vermehrt auch Spiele, die Intelligenz und Fitness trainieren würden. Ein Schritt in die richtige Richtung sei der "Runde Tisch der Verantwortung" des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU). Gleichzeitig positioniert sich München als Standort für die Computerspiel-Branche. Die "Munich Games" Fachkonferenz findet diesen April zum ersten Mal statt und Beckstein forderte auch den Dialog zwischen Politik, der Spielebranche und der Wirtschaftsförderung Münchens, dem "Cluster audiovisuelle Medien".

( via Heise, Bayern.de )

 

 

  • 14 Kommentare zum Artikel
  • als gameentwickler würde ich mal sowas von auf die politik kotzen. es hat doch keine wirtschaft oder gar politik bei der entwicklung von pc spielen mitzuwirken. woher nehmen sich diese nichts nutzigen dinger (auch genannt politiker) das recht sowas zu fordern. tze... ich als entwickler würde einen feuchten tun, und wenn mich das land raus mobbt, pgh. ein anderes suchen, habe gehört es mag noch länder geben die auf innovation und stabile ...

    Tyranastrasz am 09.04.2008 07:46
  • Beckstein fordert Computerspiel-Branche zur Kooperation beim Jugendschutz auf Gulli-User braegler fordert Beckstein zur aktiven Teilnahme am Darwin Award auf. Ich finde es geradezu erfrischend, wie Becki sein Fähnchen nach dem Wind richtet....

    braegler am 09.04.2008 08:53
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