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22. März 2007

Killerbibeln vs. Killerspiele Wann kommt die USK für religiöse Texte?

Gewaltdarstellungen in "heiligen Schriften" können einer Studie zufolge die Gewaltbereitschaft steigern. Dies gelte besonders für gläubige Personen. Während im Fall der Computerspiele die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK den Zugang zu bestimmten Spielen reglementiert, existiert zur Prüfung der Killerbibeln noch kein Gremium. Ein Fall für den Jugendschutz?

"When God Sanctions Killing. Effects of Scriptural Violence on Aggression", so der Titel der Studie, in denen Studierende einer amerikanischen und einer niederländischen Universität gewalttätigen religiösen Texten ausgesetzt wurden. Das Ergebnis: auch schriftliche Darstellungen können die Gewaltbereitschaft fördern. Dies gelte besonders für Gläubige.

Brad Bushman, der die Studie leitete, betonte, dass man nicht nur davon ausgehe, dass Extremisten bevorzugt gewalttätige Passagen in den diversen heiligen Schriften lesen, um ihr Tun zu rechtfertigen. Die Lektüre könne auch zu extremistischen Denkweisen "verführen": die Gewaltbereitschaft stieg auch bei ungläubigen Probanden, weiterhin betonte Bushman, dass die Auswahl der Studienteilnehmer nicht gerade repräsentativ für Terroristen sei, die Zivilisten ermorden.


Konsequenterweise sollten entsprechende Warnhinweise, wie von Spielen bereits bekannt, auch entsprechend auf gefährdenden heiligen Texten angebracht sein. Bedenkt man die Problematik weiter, erscheinen Warnhinweise auch in Bezug auf andere religiöse Botschaften durchaus sinnvoll. Warum nicht auch bei gewissen päpstlichen Enzyklien einen Warnhinweis, dass das Befolgen der enthaltenen Empfehlungen zu ungewollten Schwangerschaften führen kann?

  • das ist echt krank genauso wie mit den killerspielen ich sag immer Einbildung is auch ne bilduung

    McDrifter am 23.03.2007 02:42
  • Wen wunderts, woher die Bibel kommt. Dort wird immer noch nach diesen mittelalterlichen Regeln gelebt. Geköpft, gehängt, gesteinigt, gesprengt. Und sowas haben wir hier als heiliges Buch. Religionen sind da um das Volk zu kontrollieren und zu lenken. Ein geeignetes Werkzeug der Mächtigen. Eine gute Religion ist frei von Zwängen. Wenn ich etwas glauben möchte, dann eher im Sinne von Shinto. Der japanischen Religion.

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