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31. Mai 2007

Kent Events Center Amiga Inc. unter Druck

Nachdem Amiga Inc. vor einigen Wochen angekündigt hatte, man wolle den Bau des geplanten "Kent Events Center" mit zehn Millionen Dollar innerhalb von zwanzig Jahren sponsern, stellte sich jetzt für die Stadtväter akut die Frage, ob das Unternehmen solche finanzielle Mittel für derartige Aktivitäten überhaupt aufbringen kann.

Amiga Inc. war 2002 und 2003 in die Schlagzeilen geraten, weil sie nicht in der Lage waren ihren Mitarbeitern ihre Gehälter zu zahlen. Bei der Zahlung der Miete des Büros in Snoqualmie gab es ebenfalls Probleme. In 2004 kam es zu einer neuen Eintragung des Firmennamens in Delaware. Geschäftsführer McEwen fühlt sich für die Verbindlichkeiten des alten und zuvor aufgelösten Unternehmens eigenen Aussagen nach nicht zuständig. In 2005 hat McEwen selbst Privatinsolvenz nach Kapitel 13 angemeldet. Ein Insolvenzgericht übernimmt in diesem Fall die Reorganisation aller finanzieller Angelegenheiten der betroffenen Person. Da sich zwischenzeitlichen auch lokale Printmedien wie kentreporter.com des Themas angenommen haben, sieht man jetzt offenbar auch bei den verantwortlichen Stellen der Stadt Handlungsbedarf.

Verwaltungschef John Hodgson sagte gegenüber der Zeitung "Wir haben angefragt, sie werden uns informieren." Man möchte von Seiten der Verwaltung baldmöglichst konkrete Nachweise sehen, dass man über die zugesagten Gelder auch verfügt. Die ersten 2,5 Millionen US-Dollar hätten eigentlich erst bei Beginn der Bauarbeiten Mitte Juli gezahlt werden müssen. John Hodgson & Co. möchten jetzt aber aussagekräftige Beweise für die Liquidität des Unternehmens sehen. Das Geld für das Sponsoring soll angeblich von fünf privaten Investoren kommen, mit den entsprechenden Namen wollte McEwen bisher nicht raus rücken. Er benannte bisher lediglich Pentti Kouri. Man will die zugesagten zweieinhalb Millionen Dollar schnellstmöglich auf einem Treuhandkonto hinterlegen. "Jeder wird bezahlt werden", so der Firmenchef McEwen, der seit seinem Umzug in die Stadt Ravensdale, östlich von Kent lebt.

Amiga plant nach dem Umzug von dreißig Angestellten nach Kent die Aufstockung auf insgesamt 200 Mitarbeiter. Man wäre kurz davor neue Spiele zu veröffentlichen. Außerdem gäbe es in einer Niederlassung in Indien weitere 75 Mitarbeiter, die auch nach der Eröffnung der Firmenzentrale dort verbleiben werden. "Sie sind in der Vergangenheit unseren Verpflichtungen nachgekommen. Wir wären nicht so weit gegangen, wenn wir uns nicht sicher wären", so Campbell, der Verwaltungschef der Stadt Kent weiter. Amiga Inc. und die Vertreter des Hockeyteams Thunderbirds haben bisher nur eine Absichtserklärung unterzeichnet, der Fall ist demnach noch nicht endgültig unter Dach und Fach.


Rest In Peace: Jay Miner

Würde er noch leben, einer der Urväter des Amiga - Jay Glenn Miner wäre heute 75 Jahre alt geworden. Miner wurde am 31. Mai 1932 in Prescott, Arizona, geboren. Er war als Leiter des Amiga-Entwickler-Teams und Mitgründer von Amiga Corp. in Los Gatos einer der einflussreichsten Personen, die an der Entwicklung des Amigas beteiligt war. Unter seiner Führung entstanden auch die Customchips Commodore, Amiga, Minerdes späteren Amiga. Auch nach dem Aufkauf durch Commodore International arbeitete er an "seinem" Computer weiter. 1989 verlässt Miner Commodore aufgrund gesundheitlicher Probleme und Meinungsverschiedenheiten mit dem Management. 1990 wird ihm eine eine Niere seiner Schwester eingepflanzt, danach lebt er noch weitere vier Jahre. Als letztes Projekt entwickelt er einen Defibrillator. Er starb am 20. Juni 1994 in Mountain View, Kalifornien, an Nierenversagen.

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