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02. November 2006

KaZaAs letzter Prozess Beilegung für weitere 10 Millionen

Im letzten von drei Prozessen gegen die KaZaA-Betreiber Sharman Networks zeichnet sich eine Einigung ab. Insider berichten von 10 Millionen, die von KaZaA an die Verwerter gezahlt werden. Das Gericht muss der Beilegung noch zustimmen, ebenso die Kläger.

Gegen Zahlung von insgesamt 115 Millionen Dollar konnte KaZaA im Sommer bereits zwei Verfahren beilegen. Damit ist nun ein vorläufiges Ende der Prozesswelle gegen Sharman Networks erreicht. Die dritte Klage wurde initiiert vom Verband der Musikverleger in den USA.

Während offizielle Stellen eine "substantielle Summe" angeben, die nun zur Entschädigung gezahlt werden soll, weiss die New York Times von ungefähr 10 Millionen Dollar, die fällig werden sollen. Wie diese aufgebracht werden sollen, bleibt bislang unklar. In Australien wurde ein Vermögen von 30 Millionen eingefroren, das die Betreiber anhäufen konnten, alleine für den Prozess in Australien seien jedoch bereits 9 Millionen Kosten entstanden.

Die hundert Millionen, die an die Musikindustrie gingen, können wider Erwarten jedoch gezahlt werden. Überraschend hatten sich die FastTrack-Erfinder Zennström und Friis an der Entschädigungszahlung mit einer nicht bezifferten Summe beteiligt. Die beiden konnten das von ihnen entwickelte Skype, welches ebenfalls auf FastTrack-Technik aufbaut, für 2,6 Milliarden Dollar an Ebay verkaufen.

Die Motive Zennströms und Friis' bleiben nach wie vor unklar, ebenso, ob sie nun auch im letzten Verfahren Sharman Networks beistehen. Mit dem Venice Project kündigten die beiden vor kurzem einen Web-TV-Dienst an, der die Fernseh- und Netzwelt revolutionieren solle.

Für KaZaA ist die Transformation in einen "legalen Dienst" geplant, der nur lizensierten Content verbreitet und entsprechende Filtertechnologie integriert. Das Problem dabei dürfte sein, dass - anders wie beispielsweise Napster - KaZaA längst keinen guten Namen mehr hat, den man als Marketingmittel verwerten könnte.

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