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01. April 2005

KaZaA sinkt in der Usergunst

Spywarefreiheit von Limewire scheint sich zu lohnen

KaZaA musste seit dem letzten Jahr massive Einbrüche bei den Benutzerzahlen hinnehmen - auf fast die Hälfte des Vorjahresniveaus seien die Nutzerzahlen eingebrochen, wie die Netzwerkanalysen von Slyck ergeben. Besuche auf der KaZaA - Homepage seien gar auf fast ein Viertel gesunken. Dagegen scheint sich das Open-Source/Spywarefreiheit - Konzept des Gnutella-Clients Limewire auszuzahlen: imponierende 1700% Wachstum der Homepagevisits seit Februar 2004 sind zu verzeichnen. Userzahlen des Gnutella-Netzes stiegen bedingt durch LimeWire von 200.000 auf nunmehr meist über 1,5 Millionen gleichzeitig anwesender Nutzer.

In absoluten Zahlen nimmt sich alles ein wenig unspektakulärer aus: die LimeWire-Visits stiegen schließlich von mageren 221.000 auf 4,3 Millionen, was gigantische Wachstumsraten einfach macht. Nichtsdestotrotz sagt die Zunahme vielleicht weniger über die Bemühungen der Musikindustrie aus, die vor allem KaZaA - User für Musterprozesse ins Visier genommen haben: KaZaA ist zum einen eine Spywareschleuder, das Tauschbörsenangebot ist durchsetzt von Datenmüll und Fakes. Und das sind nur wenige von vielen guten Gründen gegen die Nutzung des FastTrack-Netzes bzw. des KaZaA-Clients.

Die Studie ignorierte seltsamerweise zwei Netzwerke, die an sich inzwischen den Löwenanteil des Filesharingtraffics erzeugen: BitTorrent und das eDonkey-Netz. Beide sind wegen verfügbarer spywarefreier Clients attraktiv und technisch im Unterschied zum FastTrack - Netzwerk stetig weiterentwickelt worden.

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