gulli: Kanada: Videoüberwachung in Schulbussen

Anzeige

gulli:Newsbox

05. Januar 2009

Kanada Videoüberwachung in Schulbussen

Ein kanadischer Bezirk rüstete vor kurzem all seine Schulbusse mit Überwachungskameras aus, nachdem einer der dort eingesetzten Busfahrer eines sexuellen Übergriffs auf eine Schülerin angeklagt wurde. Damit betritt man allerdings keineswegs Neuland: Einige kanadische Schulbusse sind bereits seit 15 Jahren mit Überwachungskameras ausgerüstet. Die Gründe für den Einsatz der Kameras sind dabei unterschiedlich.

In Bezug auf Vorfälle wie den genannten gibt es laut Befürwortern der Videoüberwachung sogar zwei Gründe, Überwachungskameras einzusetzen: Einerseits könnten so die Schülerinnen und Schüler vor Übergriffen geschützt werden, andererseits würden aber auch falsche Verdächtigungen gegen die Busfahrer verhindert.

Dabei geben auch die Befürworter der Videoüberwachung zu, dass derartige Übergriffe extrem selten sind. Dave Carroll, Sicherheits- und Rechtsberater der Ontario School Bus Association, spricht von nur wenigen Vorfällen in "zehntausenden Schulbussen", die es rechtfertigen würden, die Kameras einzubauen.

Andere Befürworter der Überwachungskameras sehen diese vor allem als Möglichkeit, Vandalismus, Prügeleien, Schikanen und andere regelwidrige Handlungen der Schüler zu verhindern. Angeblich werden diese sofort disziplinierter, wenn eine Kamera läuft. Aus diesem Grund werden teilweise auch Kamera-Attrappen eingesetzt und nur eine geringe Anzahl echter Kameras zwischen den Bussen ausgetauscht, sodass die Schüler nie wissen, ob sie wirklich überwacht werden. So will man Kosten sparen, ohne auf den angeblich disziplinierenden Aspekt der Kameras zu verzichten.

Allerdings hat die flächendeckende Überwachung von Busfahrern und Schülern auch Gegner. Brian Edy, Rechtsanwalt und früherer Präsident der Alberta Civil Liberties Association, spricht von erheblichen Bedenken im Bezug auf die Privatsphäre der Schüler. So könnten sich Schüler und Eltern beispielsweise Sorgen darüber machen, wer alles das Videoband sehen kann. Außerdem könnten Kameras destruktives Verhalten und Kriminalität nicht immer verhindern. "Wir müssen vorsichtig damit sein, auf die schiefe Ebene zu geraten, unsere gesamte Privatsphäre aufzugeben für eine Kamera, die vielleicht als Abschreckung wirkt, vielleicht aber auch nicht", warnt Ely. (Annika Kremer)

(via The Canadian Press, thx)

  • Zitat: Zitat von Liorin  In Köln, wo die KVB die Straßenbahnen schon seit längeren Videoüberwacht, wird weiter randaliert und demoliert, wie zuvor. Im nachhinein wurde zwar letztes Jahr ein Sexualstraftäter anhand der Bilder überführt, aber ob es die ständige Überwachung von allen Fahrgästen rechtfertigt? IMHO: Ja!

    Gravenreuth am 05.01.2009 10:07
  • Zitat: Zitat von Liorin  Im nachhinein wurde zwar letztes Jahr ein Sexualstraftäter anhand der Bilder überführt, aber ob es die ständige Überwachung von allen Fahrgästen rechtfertigt? Hmm... schwierige Frage. Es käme ja auch darauf an, wie lange sowas wo gespeichert bliebe, und wer zu welchen Zwecken Zugriff darauf hat. Das mit dem Sexualstraftäter war sicherlich ein (glücklicher) Zufall, aber genau ...

    titus_shg am 05.01.2009 14:18
  • Guckt euch mal das an: http://www.kvb-koeln.de/german/news/sauberkeit1.html [IMG]http://img511.imageshack.us/img511/2594/sauberkeit44kleinao1.jpg[/IMG] Und dann das hier: http://www.kvb-koeln.de/german/spezial/colonia_express/ Das ist der letzte Scheiß! Kinder werden angemacht wenn sie ihre Brote essen, und ich wenn ich mein Bier trinke! Diese Rotkäppchen-KVB-Cops haben als das anfing tatsächlich solche Karten gehabt und die einem ...

  • War vor 2 Monaten erst in Kanada und auch in so nem Bus fast jeden Tag, und die filmen auch alles, aber erst sobald der Bus fährt, wenn er ausgeschalten ist, geht die Kamera aus und der Busfahrer muss den Bus nicht laufen lassen um irgend en Mädel da zu vergewaltigen!?

    Bässer am 05.01.2009 23:40
  • © copyright 1998-2009 gulli.com  | home | sitemap | kontakt | impressum | partner | downloads |