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16. Februar 2007
Kanada Spam von den ISPs im Auftrag der BSADie Zahlen eines ordentlichen Spammers kann die BSA noch nicht vorweisen, wenn es um "Warnmails" für Filesharer geht. 60.000 Emails im Jahr 2006 immerhin warnten per "notice and notice" Filesharer vor möglichen Konsequenzen. Erstaunlich viel oder erstaunlich wenig? "Ohne erkennbaren legalen Status" seien die Emails jedenfalls, so der kanadische Jurist Michael Geist. In einigen Ländern hatten die Rechteverwerter versucht, über die ISPs deren Kunden zu verunsichern. In Kanada konnten sie dafür einige größere Internetprovider für ihre Sache gewinnen, darunter Rogers, Bell and Telus. Allein Telus sende 4000 Warnmails pro Monat an tauschende Kunden. "...überraschend erfolgreich und tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass Kunden, die solche Mails bekommen, zu einem erheblichen Teil den fraglichen Content offline nehmen, falls es sich um einen Urheberrechtsverstoß handelt." Die ISPs berufen sich auf ihre Datenschutzrichtlinien und betonen, dass sie keinerlei persönlichen Daten der angeschriebenen Kunden herausgeben. Es werden ausschließlich im Auftrag der BSA die Mails verschickt. Die indessen gelegentlich Nebenwirkungen verursachen - denn nach wie vor erkennen die Rechteinhaber ja nicht, dass das Verbreiten von Medien und Daten via Tauschbörse einen nicht unerheblichen Werbeeffekt hat. Und so berichtet der Filesharer Stephen Harrington von seinem Erlebnis, nachdem er eine der "notice and notice"-Warnmails bekam - er hatte sich ein Spiel von einer BitTorrent-Site gezogen, das ihm gefiel und welches er einige Tage später kaufte: "Tatsächlich hatte ich es fast gelöscht. Aber ich las zu Ende und war recht überrascht. Aber zu Beginn war ich schon betroffen." Auch so kann man sich demnach um zahlende Kunden bringen. Wenn diese nicht mitdenken wie Harrington. Verwandte News
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