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11. August 2005
Kampagne gegen Datenspeicherung Erfolge und RückschlägeWenig deutsche Unterzeichnungen, neues Gesetz in Italien Gegen die geplante EU-weite Verbindungsdatenspeicherung protestieren die European Digital Rights Initiative und der niederländische Provider XS4ALL. Das geplante Gesetz sieht vor, sämtliche Telefon- und Internetverbindungsdaten der 450 Millionen EU-Bürger für sechs Monate bis zu einem Jahr lang zu speichern. Die Kampagne vermeldet heute über 21.000 Unterzeichnungen, von denen bislang enttäuschende 3.500 Unterschriften aus Deutschland kommen. 45 Organisationen und Firmen unterstützen inzwischen die Petition. An der Kampagne wurde indessen fleißig gearbeitet: neben einer Reihe von Übersetzungen und regionalisierten Bannern ist inzwischen ein Wiki aufgesetzt worden, in welchem der Stand der Unterschriftenliste stündlich aktualisiert und weiterhin Material gesammelt und angeboten wird, welches zur Verwendung durch unterstützungswillige Webmaster zur Verfügung steht.
EDRI hofft, die nationalen Parlamente wie auch das EU-Parlament für die Gefahren zu sensibilisieren, die durch die Datensammelwut entstehen. Das Ziel der Terrorbekämpfung könne auf diesem Weg nicht erreicht werden, dagegen stellt das geplante Gesetz einen eklatanten Eingriff in die Menschenwürde dar. Die Entwicklung in Italien zeigt zweierlei: zum einen, dass es bei den bisherigen Forderungen der Datensammler nicht bleiben wird. Zum anderen wird deutlich, wie wenig Datenschutzbestimmungen inzwischen noch wert sind: auch in Italien war Datensparsamkeit gesetzlich vorgeschrieben, die diesbezüglichen Regelungen wurden mit dem jetzigen Gesetz komplett außer Kraft gesetzt. Verwandte News
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