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30. Mai 2008

Kameras Überwachung jetzt auch im Flugzeug

Die sogenannten CCTV-Kameras (Closed Circuit Television) sind vor allem in Großbritannien vielerorts zu sehen. Nun sollen die Kameras auch im Flugzeug installiert werden. An jedem Sitzplatz soll jeder Passagier über den Wolken bewacht werden. Im Flugverkehr sind die Sicherheitsvorrichtungen bekanntlich hoch. Personen sollen "emotional" überwacht werden, auch während sie sich im Flugzeug bewegen. Bei verdächtigem Verhalten wird automatisch das Personal verständigt. Der erste Prototyp wurde bereits im europäischen Projekt SAFEE entwickelt.

Im europäischen Projekt SAFEE (Security of Aircraft in Future European Environment) soll in jedem Sitz des Flugzeugs eine kleine Kamera installiert werden, die jegliche Regungen der Passagiere aufzeichnet. Aufgezeichnet und analysiert werden dabei Gesten und Gesichtsmimik. Eine spezielle Software analysiert das Material anschließend auf "verdächtiges Verhalten".

Die Überwachung soll dem Schutz vor Terroristen dienen. Auffälligkeiten werden von dem System erkannt und in Verdachtsmomenten das Flugpersonal benachrichtigt. Angeblich überragende Ergebnisse haben die ersten Versuche geliefert. Das Entwicklerteam zeigt sich sehr begeistert und spricht dem Vorhaben eine glorreiche Zukunft zu. In einer Simulation wurde getestet, ob menschliche Züge und diverse Emotionen Alarm in dem System auslösen. Ein auffälliges Verhalten ist beispielsweise ein ständiges Rumnesteln im Gesicht oder exzessives Schwitzen. Das trickreiche an der Technik ist, dass nicht nur ein einzelnes dieser Merkmale ausreicht, um den Alarm auszulösen, sondern nur eine Kombination aus diesen.

Das System soll Personen auch verfolgen und identifizieren können, während sie sich innerhalb des Flugzeugs bewegen. Dabei gibt es mehrere Kameras, die im Flugzeug verteilt sind. Ausgeklügelte Software soll ermöglichen, dass diese Person fortwährend einem Datensatz zugeordnet werden kann..

Kritiker sagen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, ein solches System zuverlässig lauffähig umzusetzen. Automatisches Tracking von Personen würde nur unter optimalen Bedingungen funktionieren, und auch dort würde die Erfolgsquote bei nur etwa 70 Prozent liegen. Außerdem liegen im Flugzeug keine optimalen Bedingungen vor, da das Licht ständig wechselt und es oft dunkel ist.

(via boingboing.net, thx)

SAFEE

  • Zitat: Zitat von Gravenreuth Immer diese ausländerfeindlichen Äusserungen. Ist Österreich ist nun mal einiges anders. Dort spricht man z.B. nicht vom "Gerichtsvollzieher", sondern vom "Exekutor" und wenn man z.B. in Österreich eine deutsche Unterlassungsverfügung vollstreckt, dann ist es eine "Exekution". Und wie heisst es in Österreich wenn man einen notorischen ...

    elChupaCabra am 02.06.2008 08:41
  • Diese ganze Überwachungshysterie geht mir richtig auf den Zünder, die Inselaffen sind da echt die Vorreiter, dabei hat die ganze Kameraüberwachung nachweislich keinen Einfluss auf die Kriminalitätsrate gebracht... höchstens einige Baumpinkler oder Kippenwegwerfer wurden damit geschnappt - lächerlich! Und das sich hier einige ins Hemd machen, weil ihr Rechtschreibempfinden gestört wurde, ist auch lächerlich! Gruß ghostuser

    ghostuser am 02.06.2008 13:29
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