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10. November 2006
Justizministerin Kampf gegen Filesharer überlastet StaatsanwaltschaftenDie nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter beklagt den Aufwand und die Kosten, die durch Anzeigen gegen Filesharer bei der Justiz entstehen. Für die Ermittlung der Nutzerdaten stellen die Provider der Staatsanwaltschaft Rechnungen in Millionenhöhe aus. Bei einzelnen Anzeigen würden Rechteinhaber oftmals zehntausende IP-Adressen einreichen, die von mutmaßlichen Filesharern genutzt wurden. Pro Adresse würden die Provider zwischen 35 und 40 Euro Gebühren in Rechnung stellen, für welche die Staatsanwaltschaft aufkommen muss. "Bei dieser Sachlage stellt sich mir die Frage, ob das Strafrecht das richtige Mittel zur Lösung dieser Problematik ist.", zitiert heise die Ministerin. Antworten auf die Frage lassen sich finden, wenn man sie denn sucht: die Provider könnten das IP-Logging einstellen, wie datenschutzrechtlich vorgesehen. Und natürlich wird an anderer Stelle schon seit längerer Zeit über die Legalisierung der Tauschbörsen diskutiert. Nur sollten den Vorschlägen statt Klagen auch Taten seitens des Gesetzgebers folgen. Verwandte News
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