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14. Juni 2007

Japan Kinder tracken per SMS und Chipkarte

Das Kind kommt aus der Schule, steigt in die U-Bahn und wird dabei von einem Automaten erkannt, der die Position per SMS den Eltern meldet: ein Szenario, das 98% der teilnehmenden Eltern als "beruhigend" empfinden. Nach RFID-Tracking an Schulen und vollvernetzten Test-Inseln nun auch der öffentliche Nahverkehr, der in Japan auf den Überwachungszug aufspringt.

Dass in Japan die Uhren nochmal anders ticken als in anderen Ländern, wurde spätestens mit dem Testlauf der "externer Link in neuem Fenster folgtRFID-Island" klar. Auch das Überwachen von Kindern per Funkchip erfreut sich schon länger externer Link in neuem Fenster folgteiniger Beliebtheit. Die U-Bahn in Tokio bietet nun einen SMS-Meldeservice an, mit dem Eltern den Standort ihrer Kinder bei der Bahnnutzung regelmäßig übermittelt bekommen können.

Im Grundschulalter der Kinder ist die Nutzung des Angebots den Eltern freigestellt, ab dem Wechsel aufs Gymnasium müssen die Kinder jedoch nach ihrer Meinung gefragt werden. Nehmen sie an dem Projekt teil, wird der Nachwuchs mit einer verchippten Monatskarte ausgestattet, die von Automaten in der U-Bahn ausgelesen wird. Anschließend wird der Standort des Kindes per SMS an die Eltern übermittelt.

Dass sich immerhin 98% der Eltern "beruhigter" fühlen, seitdem ihre Kinder verchippt sind, führt die externer Link in neuem Fenster folgtSüddeutsche auf Panikmache durch die Medien zurück: trotz extrem niedriger Kriminalitätsrate wurden einige wenige Fälle von Entführungen offenbar massiv aufgeblasen:

"Eine so hohe Sorge um die Sicherheit der Kinder scheint zumindest ungewöhnlich, denn Japan hat eine extrem niedrige Kriminalitätsrate. Früher war es vollkommen üblich, dass sechsjährige Schulkinder allein mit der U-Bahn zur Schule und zurück fuhren. Doch einige wenige Fälle von Kindesentführungen und Morden, die von den Medien ausführlich behandelt wurden, haben die Stimmung geändert",

so der Kommentar der Zeitung. Und natürlich geht es, schenkt man dem Projektleiter Ogawa Glauben, mitnichten um Überwachung, sondern eine effiziente Tagesplanung:

"Wenn die Mutter zum Beispiel Einkaufen gegangen ist und erfährt, dass ihr Kind auf dem Heimweg ist, kann sich sich beeilen, um gleichzeitig nach Hause zu kommen."

Logisch. Das Kind ist natürlich nicht in der Lage, selber anzurufen, wenn es auf dem Heimweg ist.

  • Zitat: Zitat von Wandang  aber was regen wir uns so auf? in max 10 jahren haben wir alle chips im kopf, wenn wir nichts unternehmen. Wie sollen die sich denn anders noch vor der Flut terroristischer Anschläge schützen, mit denen wir tagtäglich zu kämpfen haben? Denk an meine Worte.......... MfG Andy

    titus_shg am 15.06.2007 13:24
  • ist doch in deutschland im prinzip nichts anderes: eine handovll terroranschläge bzw. vermutungen über kommende anschläge und ein verhinderter anschlag. insgesamt vlt zwei handvoll opfer, weniger als in zwei tagen an alkohol/autos etc sterben. und was machen wir? wir verschärfen jedes gesetz, was wir finden können... nils

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