AN.ON, der Anonymisierungsdienst des Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein und der Uni Dresden gerät weiter unter Druck. Nach Wunsch einiger Ministerien soll der Anonymiser in Zukunft Verbindungsdaten speichern. "Irgendeine Art von Vorratsdatenspeicherung" für Anonymisierungsdienste war Inhalt von Gesprächen, das am Freitag zwischen Politik und Datenschützern stattfand. AN.ON anonymisiert unter anderem über den Java Anon Proxy JAP, welchen die TU Dresden entwickelte.
Nachdem bereits der Justizminister Schleswig Holsteins Uwe Döring im Zug der aktuellen Terrordebatte das Ende des Anonymisierdienstes AN.ON und dem dazugehörigen Java Anon-Proxy JAP forderte, trafen sich Döring mit dem schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert sowie Landesinnenminister Ralf Stegner und Generalstaatsanwalt Gerhard Rex. Inhalt des Gesprächs: Vorratsdatenspeicherung beim Anonymisierungsdienst.
Diese Vorgehensweise scheint Politik und Staatsanwaltschaft jedoch nicht ausreichend sein. Inwieweit Anonymisierungsdienste generell von der geplanten Vorratsspeicherung von Verbindungsdaten betroffen sind, ist unklar, Weichert erklärte heise gegenüber, dass "irgendeine Art von Vorratsdatenspeicherung" für Anonymisierungsdienste angestrebt sei. Auch andere Dienste sollen nach Willen der Strafverfolger in Zukunft Daten auf Vorrat speichern.
Unüberwachbare Räume und Kommunikationsstrukturen im Internet werden von den Überwachungsbefürwortern in steiugendem Maß als Problem begriffen. Entsprechend wächst der Druck auf einen Anonymisierer wie AN.ON, während die Politik und Strafverfolger geflissentlich übersehen, dass statt JAP problemlos TOR genutzt werden kann. Der Vorteil: der "Onion Router", der ebenfalls durch verschlüsseltes Routing über mehrere Proxys die anonyme Webnutzung erlaubt, ist in keiner Form staatlich kontrolliert und dezentral aufgebaut.
Insofern arbeiten die Innen- und Justizministerien gerade allenfalls an der Unglaubwürdigkeit eines mit Steuergeldern geförderten Dienstes. Eine bessere Überwachbarkeit von Usern, die anonym surfen und kommunizieren wollen, schaffen sie nicht. Glücklicherweise.
blööök blöööök das übliche geplärre eines hysterischen gutmenschen
Zitat: Zitat von hoppla3000 "Lieber ein paar Volksverräter in Berlin als so einen dumpfen Nazi wie Dich." interessante frage... wahrscheinlich genauso leicht zu beantworten wie: was ist besser? pest oder ebola? eindeutig die Pest - Als Bakterie wesentlich ungefährlicher als Ebola als Virus (heute natürlich, nicht im Mittelalter)
Zitat: jaja. dezentralisierung ist und bleibt einfach die wahre und einzige lösung, wenn der polizeistaat immer gegenwärtiger wird. deshalb, TOR benutzen und weiter ausbauen. ganz einfach. freue mich schon auf die news "sämtliche exitnodes werden beschlagnahmt" oder sowas :P armes deutschland, quo vadis? wuha. kaum 10 tage später wird meine befürchtung wahr: TOR server beschlagnahmt ...
Zitat: Zitat von nelson.inc wuha. kaum 10 tage später wird meine befürchtung wahr: TOR server beschlagnahmt :P http://www.heise.de/newsticker/meldu...15/from/atom10 wie ich den dumpfbackenschnittlauch hasse.... Da können sie beschlagnahmen was sie wollen, denn darauf finden werden sie nix. Hier ein Betroffener: http://forums.gentoo.org/viewtopic-t-496214.html mfg