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17. Februar 2008
Jack Thompson Counter-Strike für Massaker an Uni verantwortlichDen Amoklauf des 27-jährigen Soziologiestudenten Steven Kazmierczak, der am Freitag in der Northern Illions University (NIU) fünf Menschen und anschließend sich selbst erschoss, nahm Staatsanwalt Jack Thompson zum Anlass, im Fernsehsender Fox News seine Weißheiten zu verbreiten. Ohne jegliche Hintergründe zu kennen, erklärte der selbst ernannte "Schul-Massaker Experte", Schuld an der Tragödie wären alleine die Killerspiele, vorneweg Egoshooter wie Counter-Strike. Bekannt wurde in der Zwischenzeit, dass Steven Kazmierczak von seinen Eltern bereits während seiner Schulzeit in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Er neigte nach Aussage von Mitarbeitern der Klinik dazu sich selbst zu verstümmeln, lehnte die Existenz seiner Krankheit aber ab. Zwei Wochen vor dem Amoklauf soll er die Einnahme seiner Psychopharmaka komplett eingestellt haben. Die Waffen, mit denen er die Tat beging, hat er sich bereits im August letzten Jahres auf legalem Weg beschafft. Es gab keinerlei Anzeichen für den Konsum von Killerspielen: Thompsons Aussage vor der Kamera war nichts als ein Schuss ins Blaue. Thompson nahm im Verlauf des Interviews auf Fox News weiterhin an, der Soziologiestudent habe im Verlauf seiner Tat die Tötungsdelikte von brutalen Videospielen imitiert. Früher soll der Staatsanwalt schon häufiger mit ähnlich gewagten Thesen an die Öffentlichkeit gegangen sein. Die Terroristen des 11. September hätten ihren Flug mit Hilfe von "Microsofts Flight Simulator" trainiert, munkelte er. Counter-Strike produziere seiner Meinung nach Amokläufer. Auch hatte er vergeblich versucht, den vierten Teil des Spiels " Grand Theft Auto" (GTA) zu verhindern. Durch den Release sah er sich ebenfalls persönlich bedroht. Gegen Manhunt 2-Hersteller Take Two Interactive versuchte er ebenfalls gerichtlich vorzugehen. Er ermahnte die Mitarbeiter der Firma in einer E-Mail, sah die Altersüberprüfung des Spiels nicht als gegeben an. Schon vorher kam es zu einem Vergleich mit dem Unternehmen. Jeglicher direkter Kontakt mit der Firma ist ihm verboten, auch darf er die Softwareschmiede nicht mehr verklagen oder diese öffentlich mit Klagen bedrohen. Doch damit nicht genug: Auch gegen die Veröffentlichung von " Halo 3" wollte er vorgehen, schrieb zornige E-Mails an Bill Gates und wollte ihm vorschreiben, wie er seine Konsolenspiele zu vermarkten habe. Gelernt hat der Mann aus seinen zahlreichen Niederlagen offensichtlich nichts. Außer dass er noch immer einen guten Riecher da.für hat, wie man zur rechten Zeit Zugang zu einem gutgläubigen TV-Sender bekommt, um dort seine Thesen zu verbreiten.
(Via Verwandte News
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