iTunes-Tracks mit Mailadresse: Wasserzeichen in Downloads ein Schuss ins Knie Apples

gullinews am Montag, 04.06.2007 15:20 Uhr

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Die permanente Forderung von Seiten Apples' nach DRM-freien Musikdownloads verschaffte dem Unternehmen eine Menge Kredit. Mit der jüngsten Aktion, unangekündigt die Mailadresse des Käufers zuzüglich vermutlich einem Wasserzeichen in die kopierschutzfreien Downloads zu packen, verbrannte Apple viel Reputation. Aber es wird noch schlimmer kommen, wird angenommen.

Dass mittels der im Klartext enthaltenen Mailadressen in den DRM-frei geladenen Tracks beliebig Missbrauch getrieben werden kann, leuchtet unmittelbar ein. Die Vorteile des fragwürdigen Verfahrens sind jedoch zweifelhaft. Der iPod ist einer der beliebtesten Ziele von Taschendieben und Schulhof-Ripoffs - enthaltene, wasserzeichenversehene Tracks werden schnell im Netz landen, die persönliche Verantwortung der Käufer ist dabei alles andere als sicher.

Auch die Frage, ob ein iPod permanent sicher vor Geschwistern und Freunden aufbewahrt werden muss, stellt sich - und ob eine solche Forderung seitens der Musikshops rechtskräftig gefordert werden kann. Die Folge: rechtliche Verunsicherung der Käufer, kommende, fragwürdige Versuche der Kundenkriminalisierung, im schlimmsten Fall unnötige Datenverbreitung, falls gegen die Verbreitung wasserzeichenversehener Tracks nicht juristisch vorgegangen wird.

Die Folgen durch versehentliche Verbreitung der markierten Tracks ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Die eingebettete Mailadresse zu verändern, dürfte heute schon ein Leichtes sein. Falls die eingebetteten Daten noch in irgend einer Form über verschlüsselte Bereiche des Tracks zu verifizieren sind, sollte Apple besser einen extrem starken Verschlüsselungsmechanismus verwendet haben - andernfalls ist es nur eine Frage der Zeit, bis man in iTunes-Tracks beliebige Mailadressen und Wasserzeichen einbetten kann.

Fred von Lohmann, Anwalt der Electronic Frontier Foundation, geht jedenfalls davon aus, dass in Kürze Tracks im Netz kursieren werden, in denen als Mailadresse des Käufers stevejobs@apple.com eingetragen sein wird.

"Ich bin der festen Überzeugung, dass jemand ein Tool bauen wird, das Name und Mailadresse zu denen von Steve Jobs ändern wird. Wenn es eine Sache gibt, die wir vom Internet gelernt haben, dann ist es diese, dass die Nutzer in der Lage sind, sich hilfreiche Tools zu bauen."

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9 Reaktionen aus dem gulli:Board

_Agnostiker_ am 05.06.2007 16:38:17:
Mal sehen.... Ich würde bei allen Songs den Namen des Käufers auf "Wolfgang Schäuble" (mit der Adresse schaeuble@stasi2.0) ändern. Und dann schön unters Volk bringen :D...

am 05.06.2007 20:18:52:
Und wer ist wieder mal der beschissene? Der bezahlende Kunde!...

titus_shg am 05.06.2007 21:35:58:
Mal sehen.... Ich würde bei allen Songs den Namen des Käufers auf "Wolfgang Schäuble" (mit der Adresse schaeuble@stasi2.0) ändern. Und dann schön unters Volk bringen :D Genau, bei HipHop von Sido kommt das dann besonders authentisch rüber.......:D Sowas kauft und h...

 

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