Nach Angaben der italienischen Polizei nutzen immer mehr Kriminelle Skype oder ähnliche Programme für ihre Kommunikation. Damit wollen sie Abhörmaßnahmen entgehen, wie sie die Polizei gegen Festnetz- und Mobiltelefone durchführt. Das sehen die Ermittler als großes Problem an: Telekommunikationsüberwachung wurde in den letzten Jahren zunehmend wichtiger für die Ermittlungsarbeit der Polizei. Die Nutzung derartiger Überwachungsmaßnahmen durch Italiens Polizei stieg in den letzten Jahren massiv an.
Nach Polizeiangaben verwenden unter anderem Drogen- und Waffenhändler und das organisierte Verbrechen zunehmend Skype anstelle herkömmlicher Telefone. Skype verwendet eine proprietäre Verschlüsselung, die die Betreiberfirma nach Angaben der italienischen Polizei nicht an die Ermittlungsbehörden herausgibt.
Nun soll auch das Abhören traditioneller Telefongespräche möglicherweise eingeschränkt werden. Italiens konservative Regierung unter Silvio Berlusconi plant, derartige Maßnahmen per Gesetz auf besonders schwere Verbrechen zu beschränken. Anlass dafür ist die Tatsache, dass in der Vergangenheit oft private Telefongespräche hochrangiger Politiker über Lecks bei derartigen Abhörmaßnahmen in den Medien landeten. Aus diesem Grund plant die Regierung außerdem ein Verbot, über durch Telekommunikationsüberwachung erlangte Informationen in den Medien zu berichten, bevor in dem entsprechenden Fall ein Urteil getroffen wurde. Das jedoch kann bei der traditionell langsamen italienischen Justiz schon einmal 15 Jahre dauern. Journalisten protestieren bereits massiv gegen diese Pläne, und auch unter Juristen werden diese heiß diskutiert. (Annika Kremer)
(via BBC, thx!)
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Destiny666 am 16.02.2009 14:11:51: |
titus_shg am 16.02.2009 14:14:00: |
manhit am 16.02.2009 14:30:50: |