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19. Juni 2007
Italien EU-Gegner sind TerroristenDen allgegenwärtigen "Terrorbekämpfungsmaßnahmen" - Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, Überwachung - fehlt es an sich nur an einem: Terroristen, die man damit verfolgen kann. Bisherige Ansätze - Terrorverdacht wegen eines Piratbyran-TShirts oder die Verbindung von Filesharing mit Terrorismus - waren wenig überzeugend. Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano schafft Abhilfe: wer gegen die EU ist, ist ein Terrorist. Auf einer Pressekonferenz in Siena letzte Woche Zurückweisung des Besitzers eines Antipiratbyran-T-Shirts von einer G8-Protestveranstaltung oder die wenig überzeugenden Versuche in den USA, Verbindungen zwischen Filesharern und internationalen Terrorgruppen zu suggerieren.
Zur Beruhigung muss hinzugefügt werden, dass es (bislang) nicht zu fürchten steht, dass ein Richter auf Grundlage absurder Statements wie jene Napolitanos eine Durchsuchungs- oder Überwachungsaktion genehmigt. Was indessen jedoch erschreckend deutlich wird: Was Terror tatsächlich ist, scheinen einige Leute an den Staatsspitzen vollkommen vergessen zu haben. Dass man ihnen das gelegentlich wieder beibringen sollte, rät glücklicherweise niemand. Man denkt nicht mal dran. Verwandte News
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