Dass manche Menschen ihre WLANs noch immer nicht oder nur unzureichend vor unbefugten Zugriffen schützen, dürfte jedem bekannt sein, der schon einmal mit entsprechender Ausrüstung durch die Stadt gefahren ist. Nun wird dieser Eindruck durch die Studie bestätigt: Nach Angaben der PC-Feuerwehr ist jedes zehnte WLAN komplett ungesichert. Rund ein Drittel der Netze ist noch immer mit der veralteten und unsicheren WEP-Verschlüsselung "geschützt", die mit Hilfe bestimmter Tools schon in wenigen Minuten geknackt werden kann.
Ein schlecht abgesichertes WLAN bringt für den Benutzer gleich mehrere Risiken mit sich. So ist seine Privatsphäre gefährdet, weil über das unsichere drahtlose Netz sein Datenverkehr (bis auf verschlüsselte Dienste wie https) komplett mitgelesen werden kann. Zudem drohen juristische Konsequenzen: In Deutschland gilt die sogenannte Störerhaftung. Das heißt, wenn jemand über ein nicht ausreichend abgesichertes WLAN Straftaten begeht, haftet der Betreiber mit. Dies ist in der Vergangenheit auch bereits einige Male vorgekommen.
Bei der Absicherung der Netze gibt es laut Studie große regionale Unterschiede. So sollen in Bad Schwartau um die 40 Prozent der WLANs unverschlüsselt sein. Zu den sichersten Städten zählt dagegen Darmstadt mit nur rund 5 Prozent unverschlüsselten Netzen - ob es daran liegt, dass an der dortigen Hochschule auch bekannte WLAN-Hacker forschen und auch sonst die IT-Sicherheit in dieser Region stark durch Unternehmen, Forschung und Lehre vertreten ist?
Insgesamt bemerken die Autoren der Studie eine positive Tendenz: Vor vier Jahren war noch über ein Drittel der Netze komplett ungeschützt. Dies führen die Sicherheitsexperten einerseits darauf zurück, dass immer mehr Hersteller ihre Geräte mit sicheren Voreinstellungen ausliefern. Andererseits sehen sie aber auch einen langsamen Anstieg des Sicherheitsbewusstseins bei den Benutzern. "Trotzdem spüren wir in der täglichen Arbeit immer noch Unsicherheiten bei unseren Kunden, wie sie sich und ihren Computer gegen ungewollten Missbrauch schützen können", weiß Michael Kittlitz, Geschäftsführer der PC-Feuerwehr, aus der Praxis seines bundesweit tätigen PC-Notdienstes zu berichten. Daher hat die PC-Feuerwehr eine Checkliste zusammengestellt, wie man ein WLAN absichern kann. Für erfahrene Nutzer sollten Ratschläge wie die Verwendung von WPA- oder idealerweise WPA2-Verschlüsselung und das Setzen eines sicheren Router-Passworts alles andere als neu sein. Unerfahrenen Menschen können solche Listen aber eine wichtige Hilfe bieten - damit die nächste Studie erfreulicher ausfällt. (Annika Kremer)
(via IT SecCity, thx!)
(Bildquelle: tecchannel, thx!)
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Thomasxx1 am 12.10.2009 21:15:06: |
LoL_O-Mat am 12.10.2009 21:36:30: |
Thomasxx1 am 12.10.2009 21:55:34: |