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25. Oktober 2005
ISPs Betreibt offene WLan - Hotspots!Provider ermutigen zum Connection Sharing Bislang lief man Gefahr, verhaftet oder gar verurteilt zu werden, wenn man ein offenes Wlan mitbenutzte: die ersten ISPs wenden sich nun jedoch gegen die Kriminalisierung der freien Funknetze. Sowohl in Spanien wie auch in Kanada haben Provider neue Angebote geschnürt, die explizit die Mitnutzung von Wlan - Hotspots durch Dritte vorsehen. Unter verschiedenen Bedingungen - für Reseller, für kostenfreies Connection Sharing oder schlicht durch freien, unkontrollierten Netzzugang für Dritte. Die meisten kommerziellen ISPs verbieten es Usern, ihre Verbindung mit anderen zu teilen, selbst wenn dabei kein Geld im Spiel ist. Einfach ausgedrückt, wer seine Verbindung Dritten frei zugänglich macht, bricht möglicherweise den Vertrag mit seinem ISP und wird möglicherweise vom Netz abgetrennt. Wireless Nomad verzichtet auf diese Beschränkungen. Faktisch ist die Möglichkeit, Ressourcen zu teilen, einer der Gründe, warum Wireless Nomad gegründet wurde, schreibt es in der FAQ des kanadischen ISP. Der Provider versteht sich weniger als ein Unternehmen denn als eine Genossenschaft, und ermöglicht seinen Usern, nicht nur in der eigenen Wlan - Zelle, sondern auch in allen anderen Funkzellen der Wireless-Nomad - Community Netzzugang zu erhalten. Als Genosenschaftler mieten die User ihren Netzzugang nicht, sondern besitzen ihn - und können mit ihm dementsprechend tun, was sie wollen - beispielsweise ihn auch Dritten frei und unkontrolliert zur Verfügung stellen. Zwei Modelle des Connection Sharing bietet die spanische fon an - passenderweise als "Bill" und "Linus" bezeichnet. Der typische "Bill" will aus seinem Netzzugang Geld machen, entsprechend bekommt er Anteile der Gebühren, welche Fon - Nutzer zahlen, die seinen Wlan - Accesspoint mitnutzen. Der typische "Linus" hingegen möchte seine Verbindung unentgeltlich teilen und bekommt dafür die Möglichkeit, seinerseits frei in allen anderen fon - Wlans zu roamen, die von anderen "Linussen" betrieben werden. Damit wird ein Schritt in die richtige Richtung getan: das Nutzen offener Hotspots wurde nur allzugern von vorneherein als Erschleichung von Diensten betrachtet, die Möglichkeit, dass Menschen durchaus ein begründetes Interesse daran haben könnten, auch anderen unkomplizierten Netzzugang per Wlan zu ermöglichen, ging in der öffentlichen Darstellung gerne unter. Der Aufbruch hin zu freien Bürgernetzen steht hoffentlich nicht nur in Kanada und Spanien kurz bevor. Verwandte News
Trackbacks
super, klasse, wirklich. IMHO sollten die städte aus freien hotspots/privaten wlan zellen bestehen, das hätte was. das problem sind nur wir deutschen selbst. da würde das dann bis zum erbrechen ausgenutzt, bis die isps vor traffic kaum noch können und den service wieder verbieten. etwas moderat zu nutzen scheint mir in D nicht möglich, muss irgendwie an den menschen liegen. Zitat: andererseits können User über seine IP ... Hustinettenbär am 25.10.2005 13:32
Nein, kann man nicht. Genau deswegen sehe ich ja auch Probleme in der Umsetzung. Der deutsche Rechtsstaat wird sich das nicht bieten lassen, befürchte ich. Aber wer weiss... Greg5000 am 25.10.2005 13:35
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