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13. April 2005

ISP klemmt infizierte Rechner vom Internet ab

Australischer ISP wurde von Zombierechnern ausgebremst

Drastisch reagierte der australische Provider Telstra BigPond auf die zunemhemde Belastung seiner Services durch trojanerverseuchte Rechner seiner Kunden. Da inzwischen DNS und Mailserver durch ständig wachsende Attacken der Zombierechner belastet wurden und die Dienste auch für die nicht infizierten Kunden immer schwerer erreichbar wurden, klemmte der Provider eine Reihe der Zombierechner kurzerhand vom Internet ab.

Die Kunden des größten australischen ISP sehen dies offenbar positiv: der Dienst sei durch die Attacken der infizierten Rechner zeitweise extrem ausgebremst worden. BigPond versichert wiederum, die Inhaber der abgeklemmten Rechner von der Sperre zu informieren und die Sperrungen auch nur temporär durchzuführen.

Damit hat die Problematik der Botnetze und trojanerverseuchten Rechner wieder eine neue Qualität erreicht. Wenngleich der erste Eindruck der einer begründeten und punktuellen Maßnahme eines ISPs gegenüber Kunden, die fahrlässig gehandelt haben ist, stellt sich doch die Frage, was passiert, wenn das Beispiel Schule macht: in Großbritannien sind immerhin über 25% aller Rechner trojanerinfiziert, in den USA noch knapp über 24%.

In Deutschland sind ähnliche Maßnahmen trojanergeschädigter ISPs vorläufig nicht zu erwarten - infiziert seien hierzulande eben 4% der Rechnerbestände.

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