gulli: Irland: Eircom soll per Klage der IFPI zum Filtern gezwungen werden
12. März 2008

Irland Eircom soll per Klage der IFPI zum Filtern gezwungen werden

Bei Irlands größtem Internetanbieter Eircom ist vor wenigen Tagen eine Klage der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) eingegangen. Man will das Unternehmen dazu zwingen, Maßnahmen gegen illegale Filesharer einzuleiten. Die offizielle Begründung der gemeinsamen Aktion von EMI, Sony, Universal und Warner sind die einbrechenden Verkäufe jeglicher musikalischer Medien auf der Insel. Die Schuld an den mangelnden Absätzen wird erneut primär bei den Filesharern gesucht.

Der irische Internetanbieter hatte sich zuvor auf Anfrage der Plattenfirmen strikt gegen den Einsatz jeglicher Techniken zum Zweck einer Blockade der Peer-To-Peer Technologie ausgesprochen. Die Anwälte des ISP Eircom gaben bekannt, dem Unternehmen wäre nicht bekannt gewesen, dass in deren Netzwerk illegale Aktivitäten stattfinden würden. Sie wären rechtlich auch nicht dazu verpflichtet den Internetverkehr in ihrem Netzwerk zu überwachen. Willie Kavanagh, Manager der EMI Records (Irland) und Vorsitzender der Irish Recorded Music Association (IRMA) will den Aussagen der Sprecher des Internetproviders keinen Glauben schenken. Sie wären sehr wohl darüber informiert gewesen, dass in ihrem Netz Urheberrechte von Plattenfirmen im großen Ausmass gebrochen werden.

Der Internetanbieter soll anstatt der Filesharer zur Verantwortung und zum Handeln gezwungen oder anderenfalls verklagt werden. Das Unternehmen Eircom hätte indirekt dafür gesorgt, dass das urheberrechtlich geschützte Material der klagenden Plattenfirmen ohne deren Zustimmung in der Öffentlichkeit verbreitet wurde. Offensichtlich konzentriert sich die IFPI anstatt auf die unübersichtliche Masse von Filesharern nun auf die wenigen Internetanbieter in Europa. Noch im Februar hatte die Antipiraten-Organisation einen Fall vor einem dänischen Gericht gewonnen. Der Provider "Tele2" sollte zur Blockade von "The Pirate Bay" gezwungen werden. Tele2 kündigte an gegen die Entscheidung juristisch vorzugehen.

(Via ireland.com & TorrentFreak)

  • 12 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Der irische Internetanbieter hatte sich zuvor auf Anfrage der Plattenfirmen strikt gegen den Einsatz jeglicher Techniken zum Zweck einer Blockade der Peer-To-Peer Technologie ausgesprochen Da haben die auch völlig recht! P2P Technologie ist per se nicht illegal. Also, was soll diese Forderung? Wenn die IPFI so weitermacht mit ihren Klagen gegen die Provider, werden diese sich recht schnell ...

    Loddafnir am 12.03.2008 18:16
  • Zitat: Zitat von Loddafnir Da haben die auch völlig recht! P2P Technologie ist per se nicht illegal. Stimmt - die müssen ausschließlich nur illegale Inhalte herausfiltern - wie die das machen, dass ist deren Problem. Zitat: Wenn die IPFI so weitermacht mit ihren Klagen gegen die Provider, werden diese sich recht schnell zusammenschließen und die IPFI in ihre Schranken ...

    Gravenreuth am 12.03.2008 18:31
  • Zitat: Zitat von Gravenreuth Stimmt - die müssen ausschließlich nur illegale Inhalte herausfiltern - wie die das machen, dass ist deren Problem. Ja, juristisch gesehen wäre das deren Problem. Es ist aber mit derzeitigen Techniken so gut wie überhaupt nicht umsetzbar. Und wenn, spielt die Frage der Verhältnismäßigkeit eine Rolle. Mir kommt das vor wie bei manchen dubiosen Entscheidungen, die im ...

    Loddafnir am 12.03.2008 19:30
  • Zitat: Zitat von ImperatorXenu Internet komplett verbieten? Kein Inet = Keine illegale Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material übers Internet. zumindest nicht übers www. weiterhin aber übers usenet und darknet, so wie schon jahrzehnte lang

    Wandang am 28.03.2008 19:43

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