Am 1. April 2009 trat die Intellectual Property Rights Enforcement Directive in Schweden in Kraft. Allen Vermutungen zum Trotz war es kein schlechter Aprilscherz.
Laut Angaben von Netnod, welche das Datenaufkommen zwischen fünf schwedischen Großstädten und internationalen Neztwerken messen, nahm der Traffic um außergewöhnliche 30 Prozent ab. Dies mag vielleicht keinen Zusammenhang mit IPRED haben, doch ist es sehr verwunderlich, dass ausgerechnet am Tag der Einführung des Gesetzes ein solch markanter Abfall zu verzeichnen war. Nach Angaben von Netnod waren in der Vorwoche täglich rund 120 Gb/s durch die Leitungen gewandert, seit dem 1. April sind es nur noch 80 Gb/s.
Die Vermutung ist jedoch naheliegend, dass insbesondere zahlreiche Filesharer ihre Tätigkeit bis auf weiteres eingestellt haben. Die IPRED-Richtlinie verpflichtet die Provider zur Herausgabe der Adressdaten von Urheberrechtsverletzern, so dass die Contentindustrie zivilrechtliche Schritte gegen diese einleiten kann. Wie sich das Trafficaufkommen weiter entwickeln wird, lässt sich bislang nicht vorhersagen.
Das hauptsächliche Interesse dürfte sowieso anderweitig gelagert sein, da in Kürze das Urteil gegen The Pirate Bay verkündet wird. (Firebird77)
(via theregister, thx!)
| 2 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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gullinews am 02.04.2009 17:03:28: |
baummuetze am 02.04.2009 20:13:28: |
Pentum am 02.04.2009 22:38:18: |