gulli: IPRED 2 und Co: Urheberrechtskontrolle auf österreichischen Flughäfen

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29. Mai 2008

IPRED 2 und Co Urheberrechtskontrolle auf österreichischen Flughäfen

Der Wahn um den Urheberrechtsschutz nimmt erneut ganz neue, nicht dagewesene Ausmaße an. Ähnlich wie bei der bereits abgesegneten EU-Richtline "IPRED 2" sollen nun auf Flughäfen sämtliche Geräte, die digitale Musik beinhalten, auf ihre Korrektheit hinsichtlich der Lizenzierung überprüft werden. Darunter fallen sämtliche MP3-Player und iPods. Österreichischen Medieninformationen zufolge wird dort bereits unter strenger Geheimhaltung an einem Gesetz, dass die genaue Inspektion offiziell erlauben soll, gefeilt.

Primäres Ziel der "Urheberrechtsfahnder" ist es, künftig jeden, der einen portablen Musikplayer mit sich herumträgt, digital unter die Lupe zu nehmen. Alles für das Copyright und gegen die Musikpiraten, so scheint es. Nun heißt es noch abwarten für die Beamten, die schon in den Startlöchern für die Inspektionen stehen. Es muss noch von der Regierung Österreichs abgesegnet werden, erst dann kann munter untersucht werden. Die Gesetze sollen sich an der bereits wirksamen EU-Richtlinie namens IPRED2 (Intellectual Property Rights Enforcement Directive 2) orientierten.

Die Fakten gingen aus Dokumenten hervor, die auf WikiLeaks veröffentlicht wurden. "Alles, was recht ist, aber hier wird die europäische Meinungsbildung und die Gesetzeswerdung präjudiziert", meint die EU-Abgeordnete Eva Lichtenberger, zuständig für geistiges Eigentum. Da die IPRED2 Richtlinie das Parlament bereits passierte, wartet diese nun seit über einem Jahr auf die Verabschiedung. Jetzt soll die EU-Kommission mit den USA, Kanada, Japan und der Schweiz über dieses Abkommen verhandeln. Aber ohne die Parlamentarier in Kenntnis zu setzen. Die Dokumente in WikiLeaks gaben bekannt, dass in Kanada bereits erste Entwürfe ausgearbeitet worden sind. Es kam in diesem Zusammenhang so auch ans Tageslicht, dass aktuell Verhandlungen bezüglich strafrechtlicher Maßnahmen gegen Raubkopierer im Gange sind. Besonderes Interesse gilt hier Nutzern von Tauschbörsen und ausdrücklich den Medien iPod und Notebooks, den häufig verwendeten "Transportmitteln".

Zoll Unterhaltsamerweise wurde beim Entwurf von IPRED2 eine vergleichbare Passage gestrichen. Es scheint als hätte das Parlament seine Meinung geändert. Für den Fall, dass es wirklich zu einer Verschärfung der Rechtslage und gezielten Untersuchungen von MP3-Playern und anderen Medien kommt, ist es besonders interessant, wie lange denn der Zoll am Flughafen braucht, um einen 80 Gigabyte iPod zu untersuchen. Kritiker befürchten lange Wartezeiten und erhebliche Staus am Airport.

(via futurezone.orf.at, thx!)

  • So ein Quatsch. Woher will man wissen, ob die MP3's z.B. auf nem MP3-Player legal bzw. illeal sind. Es wird kaum jemand seine CD-Sammlung mitnehmen, denn dazu hat man ja nunmal den MP3-Player. Auch kann niemand fordern von CD's etc. Rechnungen über nen längeren Zeitraum aufzubewahren. Oder hat jeder beim Radfahren etwa seinen Fahrradpass bzw. seine Rechnung für's Radel dabei ?! Ich glaube kaum. Daher untauglicher Versuch - setzen - 6.

    mightyEx am 31.05.2008 00:54
  • Zitat: Zitat von mightyEx  So ein Quatsch. Woher will man wissen, ob die MP3's z.B. auf nem MP3-Player legal bzw. illeal sind. also meine mp3s haben immer ein tag vorm filenamen, weil ich ein guter deutscher bürger bin: illegal_blabla.mp3 oder legal_blabla.mp3 Wenn das deutsche volk nur endlich den richtlinien der deutschen ehrlichkeit folgen würde, könnte sich die contentmafiaindustrie ...

    mcbierle am 31.05.2008 01:57
  • illegal_blabla.mp3 oder legal_blabla.mp3 ....der ist gut Ich habe mir gestern rein zufällig ein ticket nach klagenfurth (urlaub) bestellt. werde meine touch mitnehmen. muss ich jetzt angst haben mit den 70 % nicht legalen stoff auf dem touch?? - haha sorry, aber die alten filme wie z.b. bladerunner oder running man über die düsteren visionen in der zukunft werden immer realer. nicht die politiker sind an der macht, sondern die konzerne ...

  • Mal Ehrlich früher hieß der Verrein im Osten Stasi. Jetzt arbeitet die Musik Industrie kräftig daran uns genauso zu überwachen. Man gut das die Telekom auch unsere Politiker bespitzelt. Daran sieht man wie weit uns der Totale Überwachungsstaat bringt. Kann nicht angehen das da Millarden gescheffelt werden, mit 70 Meter Jachten durch die Gegend geschippert wird. Und uns erzählt wird wir verdienen nicht genug, und dann so ne Aktion. Bei der ...

    julian2005 am 01.06.2008 10:20
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