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21. Februar 2007
IP-Logging bei T-Com und Arcor Nur noch eine WocheStatt der bisherigen 80 Tage speichert die T-Com IP-Daten nur noch für sieben Tage. Die Umstellung ist aktuell noch in Gang, betroffen von der Änderung sind neben Kunden der T-Com auch die der Reseller, beispielsweise Congster und 1und1. Auch bei Arcor wird von erfolglosen Anfragen von Strafverfolgern berichtet, denen keine Kundendaten mehr gegeben werden konnten, da die IP-Daten älter als eine Woche waren. Gegenüber heise bestätigte die T-Com die geänderte Speicherpraxis. Ausschließlich "zum Schutz der Internet-Zugangsplattform und der Missbrauchsbekämpfung im Internet" speichere der Provider nun noch die IP-Logs für eine Woche, gab T-Com-Sprecher Ralf Sauerzapf an. Die geänderte Logging-Politik sei eine Reaktion auf die gerichtliche Entscheidung, das Loggen von für die Rechnungsstellung unerheblichen Daten zu untersagen. Für DSL-Flatratekunden ist die IP-Speicherung zur Rechnungsstellung unnötig. Bislang mussten Kunden von T-Online jedoch schriftlich das Abstellen der Datenspeicherung beantragen. Auch von Arcor wird berichtet, dass die Speicherfristen offenbar drastisch nach unten korrigiert wurden. heise zitiert einen anonym bleibenden Ermittler mit den Worten "Dies erschwert uns momentan die Strafverfolgung ungemein." Kundendaten zu IPs, die vor mehr als acht Tagen vergeben wurden, gibt der Provider wegen bereits erfolgter Löschung offenbar nicht mehr an die Strafverfolger weiter. Gerechnet wird indessen mit einer Zunahme an Eilanträgen. Wie die Provider diese bewältigen sollen, bleibt jedoch unklar. Der Sonderdezernent für Internet-Kriminalität Jürgen Lewandrowski vermutet, dass bereits die Masse gewöhnlicher Anfragen zum Kollaps bei den Providern geführt hat. Lewandrowski wörtlich: "Ich vermute, dass der Provider wegen Anfragen zu Urheberrechtsverletzungen überschwemmt wurde und jetzt die Notbremse zieht. Alleine bei uns sind im im laufenden Monat Februar etwa 60 Strafanzeigen gegen mutmaßliche Tauschbörsennutzer auf den Tisch gekommen, die allesamt von einer Hamburger Anwaltskanzlei stammen, welche für die Musikindustrie arbeitet." Wenn bereits die bisherigen 80 Tage Speicherung zu einem solchen Aufwand geführt haben, ist zu wünschen, dass die europäischen Pläne zur Verbindungsdatenspeicherung zügig gekippt werden. Auf EU-Ebene wird ein IP-Logging von mindestens sechs Monaten Dauer gefordert. Verwandte News
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