gullinews am Montag, 08.10.2007 16:45 Uhr
Einschlägige Bilder von Vergewaltigungen durch den Täter kursieren seit 2004 im Internet, dessen Gesicht jedoch immer verfremdet war. Spezialisten des BKA rekonstruierten jedoch das mutmaßliche Aussehen des Täters. Nun wird zur Mithilfe der Öffentlichkeit aufgerufen - die seit 2001 in Kraft gesetzten Antiterrormaßnahmen reichen offenbar nicht einmal aus, um einen weltreisenden Vergewaltiger mit bekanntem Gesicht aufzuspüren.
Denn begangen wurden die Taten vermutlich in Vietnam und Kambodscha. Selbst das Hotel, in dem eines der Bilder gemacht wurde, konnte ermittelt werden, ohne weitere Informationen über den Täter herausfinden zu können.
In Anbetracht dessen, dass nun keine weiteren Fahndungsmöglichkeiten vorhanden seien, hat sich Interpol zu dieser öffentlichen Ausschreibung entschlossen. Ein fragwürdiges Vorgehen - denn bekanntermaßen neigen die Reaktionen der Öffentlichkeit im Fall Kindesmissbrauch zu einer gewissen Drastik. Was der Interpol durchaus bewusst ist, denn sollte man den Mann erkennen, solle auf keinen Fall eigenmächtig gehandelt, sondern die Polizei verständigt werden.
Die FAZ führt an, dass Interpol guten Grund zur Annahme habe, dass der Mann weltweit Kinder missbraucht. Westliches Aussehen, Opfer in Südostasien - der Täter müsste eigentlich der perfekte Testlauf für die Antiterror-Maßnahmen sein, die an den Flughäfen ergriffen wurden. Trotz vorhandenem Bild kann man demnach einen Vielflieger nicht in Flughafenkontrollen festsetzen - stattdessen riskiert man die Lynchjustiz durch eine aufgestachelte Öffentlichkeit. Immerhin, deutlichere Absagen an den Nutzen der Antiterror-Überwachungsmaßnahmen sind fast nicht denkbar.
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Chronoton am 29.10.2007 02:37:10: |
Bell am 06.08.2009 23:42:27: |
Optimus45 am 07.08.2009 10:07:52: |