gulli: Internetprovider: Wenn Servicemitarbeiter fast zu Geiseln werden

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04. September 2008

Internetprovider Wenn Servicemitarbeiter fast zu Geiseln werden

Es gibt immer wieder Ereignisse, die einen durchaus ernsten Charakter innehaben. Dennoch kann man sich manchmal zumindest ein Schmunzeln nicht verkneifen. Im vorliegenden Fall ist dies besonders auffällig, geht es doch um eine versuchte Geiselnahme durch eine verärgerte Kundin eines Providers.

Carol Sinclair hatte fortwährend Probleme mit ihrem Breitband-Anschluss, welcher einfach zu keinem Zeitpunkt richtig funktionieren wollte. Immer wieder war etwas faul, und wenn es nur die mangelhafte Geschwindigkeit war, mit der sie surfen konnte.

Nichtsdestotrotz war sie wohl normalerweise ein äußerst ruhiger und gelassener Mensch, schließlich hatte sie sich bereits bei 20 verschiedenen Servicemitarbeitern ihres Providers beschwert, ohne jemals an Kündigung zu denken. Der letzte Mitarbeiter, den sie telefonisch kontaktiert hatte, war endlich entschlossen genug, und sandte ihr einen Techniker ins Haus. Dieser sollte die fortwährenden Anschlussprobleme lokalisieren und beheben. Dieser wurde jedoch bereits beim Betreten des Hauses - verständlicherweise - äußerst unfreundlich empfangen. Nach einer Überprüfung der möglichen Ursachen für die Probleme musste dieser jedoch feststellen, dass die Ursache nicht bei ihr im Haus oder beim Provider lagen. Infolge dessen könne er ihre Probleme auch nicht lösen.

Internetprovider, ISP, Geisel, ServiceLetztere Äußerung war Carol Sinclair scheinbar zu viel. Der Techniker äußerte sich später, dass sie ihm äußerst ernsthaft drohte, ihn als Geisel zu behalten, bis der Anschluss repariert sei. Eingeschüchtert durch die Frau begab sich der Techniker unter einem Vorwand zu seinem Fahrzeug - und floh. Die kurz darauf eintreffende Polizei, welche durch den Techniker alarmiert wurde, nahm Carol Sinclair wegen versuchter Geiselnahme fest. Das Halifax Provincial Court (Kanada) setzte sie wieder auf freien Fuß, nachdem sie die Behauptungen des Technikers bestritten hatte.

Vor Gericht wiederholte sie ihre angebliche Androhung. "Ich möchte Sie nicht als Geisel halten, aber würde es ihnen etwas ausmachen einen zweiten Techniker zu rufen und hierzubleiben, bis dieser eintrifft, damit sie gemeinsam dieses Problem endlich beheben können?" Die Gerichtsauflagen sehen vor, dass Frau Sinclair keinerlei Kontakt mit einem Mitarbeiter des Providers aufnehmen darf. Hier war es noch ein Spiel. Aber wenn dem Three-Strikes -Gesetz  erst der Durchbruch gelungen ist, sollte man im Fall von Hausbesuchen als Techniker eines Providers vorsichtiger sein. (Firebird77)

(via theglobeandmail, thx!)

(Bildquelle: hometown.aol.com/lifeofbrian35/, thx!)

  • Three-Strikes-Gesetz -> Techniker kappt Leitung -> Kunde verärgert -> Techniker taken Hostage Ich weiß, der witz is flach. sry.

    Firebird77 am 05.09.2008 09:37
  • Ich weiß nicht. Wird etwa die Welt verückter, oder ich? Langsam kann ich die ganzen Sachen nicht mehr nachvollziehen. Mann hat angst vor einer Frau? Stand sie etwa mit einem Winchester-Gewehr hinter ihm?

    Duckmichweg am 05.09.2008 10:10
  • Hätte ich eigentlich ahnen müssen. ^^ - ist wirklich flach. Und ich hab n Fehler drin: "hat der Satz einen erkennbaren Bezug zum Three-Strikes-Gesetz." Das muss natürlich heißen: "hat der Text/Artikel …" @Duckmichweg: Nein, mit ner Railgun …

    Schattenspieler am 05.09.2008 10:22
  • Zitat: Zitat von Schattenspieler  @Duckmichweg: Nein, mit ner Railgun … Wow, die Frau hat was, wonach sich jeder Forscher die Finger leckt. Hier mal ein Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...532660,00.html

    Duckmichweg am 05.09.2008 10:45
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