Jörg Ziercke ist sich sicher, "dass sich der gesamte Bereich der Internet-Kriminalität weiter sehr dynamisch entwickeln wird". Die Dunkelziffer der Phishing-Versuche sei weit größer, denn der größte Teil der Einbruchsversuche in Computer würde nicht gemeldet werden oder schlichtweg unbemerkt bleiben. Er rät daher dem Nutzer: "Wer auf Schutzmechanismen verzichtet oder sie nicht aktualisiert, droht früher oder später in die Fänge Krimineller zu geraten", auch wenn sicherlich ein gewisser Teil des Phishings nicht unbedingt auf unbemerkten Datenklau zurückzuführen sein dürfte.
Laut Schätzungen des BKA sind in Deutschland 750.000 Computer mit schadhaften Programmen infiziert und etwa 150.000 Rechner würden unbemerkt ferngesteuert. Ein Ausschnüffeln von hochoffizieller Stelle ist bekanntlich seit dem Urteil aus Karlsruhe nun nicht mehr an der Tagesordnung. Auch handelt es sich hier nicht um eine Debatte um das leidige Thema der Online-Durchsuchung.
In dem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung gibt es auch wieder die alten Köder. Es werden auch die Themen Anti-Terror und Kinderpornographie aufgegriffen. Zierke spricht sich aus für die Einrichtung technischer Service-Center mit modernsten Anlagen im Bereich der Telekommunikations-Überwachung.
Außerdem sieht er alarmierende Trends im Internet: "Bilder und Filme, auf deren Kinder und sogar Babys brutal mißbraucht werden, breiten sich im Internet rasend schnell aus." Schließlich sei dass, "was dort im Internet geschieht einfach unfassbar." Sein Amt registrierte 240.000 Zugriffe auf 4.600 kinderpornografische Dateien. Das Bundeskriminalamt würde massiv aufrüsten um diesem Problem gerecht zu werden.
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orenidle am 15.03.2008 21:18:52: |
vmk am 15.03.2008 21:21:02: |
Zenotaph am 16.03.2008 00:23:07: |
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