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Internet-Zensur: Ist Obama der Nächste?

gullinews am Montag, 29.12.2009 03:22 Uhr

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Die Zensur des Internets ist in letzter Zeit ein vieldiskutiertes Thema. Während in Ländern wie China und dem Iran die Blockierung unerwünschter Inhalte längst Alltag ist, wenden sich auch einige demokratische Staaten zunehmend Zensur-Schemata zu. Hohe Wellen schlug beispielsweise ein Vorfall, in dessen Rahmen britische Provider wochenlang die englischsprachige Version der Wikipedia filterten. Auch Australien plant momentan die Einführung derartiger Filter, wird aber noch durch technische Probleme von der Umsetzung abgehalten. Die nächste Initiative könnte nun vom neu gewählten US-Präsidenten Barack Obama in Zusammenarbeit mit der britischen Regierung ausgehen.

Den Briten schwebt ein System von Altersfreigaben für Internetseiten vor. Diese sollen ähnlich aufgebaut sein wie die Altersfreigaben bei Filmen und Computerspielen und Kinder und Jugendliche vor ungeeigneten und schädlichen Inhalten im Netz schützen.

Der britische Kulturminister diskutiert diese Pläne momentan mit dem zukünftigen US-Präsidenten Obama. Dabei ist es technisch gesehen unvermeidlich, dass, um derartige Altersfreigaben durchzusetzen, eine Filterung des Internets unvermeidlich ist. Das aber wäre nichts anderes als Zensur - und ließe sich auch dementsprechend leicht ausweiten und missbrauchen.

Befürworter derartiger Zensurregelungen betonen immer wieder, dass das Internet nur ein Medium oder zumindest etwas sehr ähnliches sei. Gegner widersprechen dieser Ansicht, unter anderem weil das Internet auch anderen Zwecken wie der Kommunikation und Interaktion dient und seine Möglichkeiten die herkömmlicher Medien mittlerweile bei weitem übersteigen. So sei das Internet mittlerweile auch aus der Politik, der Wirtschaft und wichtigen gesellschaftlichen Prozessen nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend widersprechen diese Menschen einer Zensur des Internets sehr entschieden und befürchten ernsthafte negative Konsequenzen bei Umsetzung der unter anderem von Großbritannien und den USA erwogenen Maßnahmen. (Annika Kremer)

(via Zero Paid, thx)

tagsTags: gb internet-filterung

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34 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Toronto am 02.01.2009 15:24:35

    Du willst doch nicht im Ernst allen Jugendlichen die vielen sinnvollen Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten, die es im Internet durchaus auch gibt, vorenthalten?Nein, auf keinen Fall! Das war nicht die Intention meiner Aussage! Ich wollte nur darauf hinweisen, ...

  • Chronoton am 02.01.2009 14:11:59

    Es gibt auch kein Gesetz, dass den KONSUM von Alkohol/Nikotin verbietet... hab ich auch nie behauptet, denn ich sprach von gesetzlichen regelungen. Es gibt aber ein Gesetz das den Handel an Kinder/Jugendliche verbietet. Fürs Internet nicht mehr nötig, da die "be...

  • Annika_Kremer am 02.01.2009 13:25:45

    Du willst doch nicht im Ernst allen Jugendlichen die vielen sinnvollen Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten, die es im Internet durchaus auch gibt, vorenthalten? Ich habe nie exzessiv Alkohol getrunken und geraucht, und habe nicht das Gefühl, dass mir deswegen etwas fehlt. Ohne Internet h...

  • Toronto am 02.01.2009 08:59:56

    sorry, aber dein vergleich ist mehr als hinkend. bei alkohol/tabak und konsorten gibt es gesetzliche regelungen dazu. ich habe aber noch keine gesetzliche regelung gefunden, die kindern den internetkonsum verbieten würdeEs gibt auch kein Gesetz, dass den KONSUM von Alkohol/...

  • Chronoton am 31.12.2008 18:10:53

    denn fals ihr lieben politiker es noch nicht wisst.... das internet ist ab 18!!! sorry, aber dein vergleich ist mehr als hinkend. bei alkohol/tabak und konsorten gibt es gesetzliche regelungen dazu. ich habe aber noch keine gesetzliche regelung gefunden, die kindern den internetkons...

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