gulli: Internet-Identitätsdiebstahl seltener als im echten Leben
27. Januar 2005

Internet-Identitätsdiebstahl seltener als im echten Leben

Studie: Trotz Spyware, Würmern, Cookieklau und wenig sicherheits- und privatheitsbedachten Usern schlägt das echte Leben beim Thema "Identitätsklau" den Cyberspace in allen Disziplinen.

Eine Studie mit insgesamt 4000 Befragten ergab, dass 72% aller Delikte, die auf dem Vortäuschen der Identität eines anderen beruhen, im ganz normalen Offline-Leben stattfinden. Identitäten werden gerne von Freunden und Familienangehörigen vorgetäuscht, die es auf eine Durchschnittsbeute von 15.607 Dollar bringen. Der Online-Betrüger kommt auf eben 2.320 Dollar, für die sein Opfer aufkommen muss.

Das Entwenden persönlicher Daten vom Schreibtisch oder aus dem Mülleimer sei immer noch häufigste Methode, an Informationen zu kommen, wie man die Identität des Opfers vortäuschen kann. Solche Informationen online zu finden und anzuwenden, ist bisher offenbar komplizierter und auch weniger gewinnträchtig.

Vom Virenhersteller bis zum Fernsehmagazin warnen alle Gruppen vor den Täuschungs- und Betrugsmöglichkeiten im Internet. Eine sicher sinnvolle Aufklärung, nur sollte der Sinn für Verhältnismäßigkeit dadurch nicht verloren gehen. Wer seine Festplatte verschlüsselt, nur mit Firewall surft und den Browser keine Passwörter speichern läßt, sollte dennoch auch daran denken, dass der PIN - Zettel im Büro und die ungesperrte Scheckkarte im momentan unauffindbaren Geldbeutel viel Geld kosten können.

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