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29. April 2008
Internet-Falle mit Erotik Schweizer Unternehmen zockt mit angeblichen Nacktfotos abBeim Lesen ihrer E-Mails wurde Manuela S. blass: "Hallo, die Freischaltung des Nacktbildes ist soeben erfolgt. Es wurde in den FSK 18 Bereich einsortiert. Das private Erotik-Portal für Männer und Frauen. Dein Team von www.nacktcommunity.com" - so musste die 28-jährige Bankkauffrau lesen. Nacktfotos? Von mir? Wer hat die gemacht? Und wer hat die eingestellt? Nach einer Schrecksekunde klickte Manuela S. dummerweise auf den Link ... Sie kam auf www.nacktcommunity.com/gallery/****code**** (online-girlies.com) zu einer Eingabemaske, in der die eigene Adresse schon eingegeben ist. Dort folgte sie dem Link "Jetzt direkt zu den Bildern" - Kosten, vor denen man gewarnt wird? Fehlanzeige! Aber nur bis zum Aufruf der ersten Seite hinter der Eingabemaske! Es ist nicht zu vermuten, dass sich auf der Seite wirklich die eigenen Bilder von einem der anderen angeschriebenen Personen befinden. Aber allein die Angst, es könnten irgendwo Nacktfotos veröffentlicht sein, wird viele - wie Manuela S. - zum überhasteten "durchklicken" verleiten. Weiterhin ist zu erwarten, dass Rechnungen und Mahnungen nicht lange auf sich warten lassen, sofern die Rechnungen nicht pünktlich bezahlt werden. Und dazu raten auch hier die entsprechenden Stellen: "Nicht zahlen! Alles aufbewahren! Erst reagieren, wenn ein Mahnbescheid oder eine Klage vom Gericht kommen, wovon nicht auszugehen ist", so die Verbraucherzentrale Bundesverband auf Nachfrage. Hinter der Falle steckt übrigens eine "Happy Passion GmbH" aus dem schweizerischen Frauenfeld. Das Unternehmen ist bereits vor Jahren unter dem Namen Pactus AG mit Seiten wie fahrschulquiz.com negativ in die Schlagzeilen geraten. Nachdem es jetzt ein paar Jahre still war, versucht man nun mit neuem Namen seit ein paar Tagen mithilfe der angeblichen NacktCommunity den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen ... doch: Wie zieht man überhaupt einem Nackten/einer Nackten das Geld aus der Tasche? Auch die "Schweizerische Kriminalprävention" rät dringend davon ab, zu zahlen. "Für deutsche Betroffene gilt: Sie können sich beim Staatssekretär für Wirtschaft (SECO), über das Unternehmen beschweren. Bei ausreichenden Beschwerden wird das Unternehmen vorgeladen und in einer Art Anhörung zur Danach werden sich die Betreiber den nächsten Trick einfallen lassen müssen, um noch mehr Ahnungslose abzuzocken. Erst die theoretische Führerscheinprüfung auf Fahrschulquiz.com, jetzt die Erotik-Abzocke mit angeblichen Nacktfotos - was kommt als nächstes? Der Phantasie der Betreiber sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Verwandte News
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