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04. April 2008
Intel Dieben verbleibt ein Haufen PlastikEin gestohlener Laptop ist ein wahrer Verlust, denn dann ist nicht nur die oftmals teure Hardware weg, auch die Daten, die hoffentlich als Backup sicher zusätzlich verwahrt wurden, sind damit in fremde Hände gefallen. Um dieses zu verhindern, stellt Intel seine neue Anti-Theft Technology (ATT) vor, die noch im Verlauf dieses Jahres auf den Markt kommen soll. Doch auch die Mitarbeiter der zahlreichen Geheimdienste dürften sich über die Implementierung der ATT in mobiler PC-Hardware freuen. Der technische Clou besteht aus einem Chip im Laptop, der verhindern soll, dass der Laptop ohne eine Verifizierung des Besitzers booten kann. Wie genau das System funktionieren soll, darüber schweigt sich Dadi Perlmutter, Chef von Intels Mobil Sparte, noch aus. Sicher ist nur, dass im Bezug auf das Projekt auch über automatisierte Tracking Funktionen gesprochen wurde, die es möglich machen sollen, den Laptop zu orten und damit wiederzubeschaffen. Zusammen mit Intel arbeiten auch BIOS-Entwickler Phoenix, das Datenschutzunternehmen Ultimaco sowie McAfee und die Hardwarehersteller Lenovo und Fujitsu an ATT, welche sich von bisherigen Diebstahlsschutzkampagnen insofern unterscheidet, da der Laptop auch nach dem Ersetzen der Festplatte unbrauchbar bleibt. Dieses hilft den Betroffenen zwar nicht, solange nicht eine entsprechende Ortungstechnologie bereitsteht, aber es könnte Diebe davor abhalten, den Laptop zu stehlen, da sie dann kein funktionstüchtiges Gerät, sondern einen Haufen wertlosen Plastiks und Metalls in den Händen halten werden. Natürlich sollte der Benutzer ATT mit einer Festplattenverschlüsselung in Kombination betreiben, um die Daten auch bei einem Entfernen der Festplatte aus dem Gehäuse sicher zu wissen. Die neue Technologie wird nicht vor Ende 2008 erhältlich sein, mit Hinsicht auf die Zeit, die die Hardwarehersteller brauchen, um diese in ihre Produkte zu integrieren, wird es aber wahrscheinlich noch länger dauern, bis ATT für den Benutzer verfügbar sein wird. Besonders in Zeiten der steigenden Anzahl von Laptops, die den Diebstahl auch ansteigen lassen, könnte diese Technologie den Laptopdiebstahl zu einer profitlosen Angelegenheit werden lassen.
(Via: arstechnica.com) Verwandte News
Trackbacks
Zitat: Zitat von t-time Dagegen gibts nichts einzuwenden. Niemand ist verpflichtet, sich diese Technik einzubauen. Das stimmt, doch möglich wäre es, dass Intel nach einer Zeitspanne nur noch solche Systeme produziert. Somit heissts dann zwar immer noch, dass "wer es nicht kaufen will muss es nicht kaufen" doch hat eigentlich als Intel-Nutzer keine andere Wahl... Mockoso am 04.04.2008 20:57
dann kaufe ich mir halt kein Intel mehr Es wird immer einen Ausweg geben! Den gerade mit diesen "neuen" (obwohl es heute noch keine Nische ist dann wohl eine Nische werden wird wenn alle Großen mitziehen) Nischenprodukten die keine Überwachungstechnik drin haben werden manche Firmen schon genügen Nachfrage haben. tachpostistda am 04.04.2008 21:05
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