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21. April 2005
Indien keine SoftwarepatenteMit China zusammen auf dem Weg zur globalen IT-Dominanz Die indische Linke konnte sich mit weitreichenden Forderungen gegen das Patentunwesen im indischen Parlament durchsetzen. Die Möglichkeit, Software in Indien patentieren zu lassen, wurde im Folgenden komplett gestrichen. Indien und China hatten vor kurzem angekündigt, im IT-Sektor künftig enger zu kooperieren und mit chinesischer Hard- und indischer Softwareproduktion zur weltweiten IT-Doppelspitze aufzusteigen. Während in Europa die entsprechenden Lobbyorganisationen weiter propagieren, Erfolg im IT-Sektor sei von der Einführung und Erweiterung entsprechender Patentierungsmöglichkeiten abhängig, ist man in Indien offenbar anderer Ansicht. China und Indien denken darüberhinaus über die Errichtung einer Freihandelszone nach, die einen Markt mit über zwei Milliarden Menschen umfassen würde. Zusammen mit dem kritischen Kurs gegenüber dem WTO-Abkommen TRIPS, welches den Handel mit geistigem Eigentum reguliert, bildet sich hier ein Gegengewicht zum Kurs der USA und inzwischen auch dem Europas, die "Besitzmöglichkeiten" an Ideen, Verfahren und Prozeduren, so trivial sie sein mögen, immer stärker auszuweiten. Es bleibt zu hoffen, dass sich aus der indischen Vorgehensweise eine Signalwirkung für die EU ergibt und der laufende Prozess hin zur Einführung von Softwarepatenten nochmals kritisch betrachtet wird. Verwandte News
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