|
22. Mai 2008
Immer weniger Briten zahlen für MusikdownloadsEine kürzlich veröffentlichte Studie hat ergeben, dass der Anteil der britischen Musikfans, die für Musikdownloads bezahlen, im letzten Jahr gesunken ist - auf nur noch 14 Prozent. Im Vorjahr waren es immerhin noch zwei Prozentpunkte mehr. Zumindest zeigt die Studie nach Ansicht eines Experten Wege zur Besserung auf. Die Studie ergab auch, dass britische Musikfans für durchschnittlich 3,32 Single-Downloads pro Monat bezahlen - und immerhin 51 Prozent der digitalen Musiksammlungen von gerippten CD's stammen. erklärt Tim Walker vom Forschungsinstitut "The Leading Question", dass die Studie erstellt hat. Viele Musikhörer würden beispielsweise ein paar Singles per iTunes herunterladen, wenn sie zu Weihnachten einen neuen iPod bekommen haben - aber nur wenige würden dadurch zu regulär zahlenden Kunden. Denn laut Studie haben jeweils 28 Prozent der befragten Musikfans mindestens einmal einen Filesharing- oder einen kommerziellen Downloadanbieter ausprobiert. Aber während bei den Filesharern der Großteil (22 Prozent) danach diesen Dienst weiter nutzt, sind es bei kommerziellen Anbietern lediglich die Hälfte (14 Prozent). Es gelingt ihnen also nicht, Kunden längerfristig zu binden. Erst kürzlich hatte eine ebenfalls britische Studie dazu herausgefunden, dass das Angebot der kommerziellen Services einen großen Anteil an diesem Misserfolg hat: 70% der befragten Filesharer gaben an, dass sie auf den kommerziellen Portalen einfach nicht die Titel bekämen, nach denen sie suchten. Und auch Paul Brindley, Geschäftsführer von Music Ally, einer Beratungsagentur für digitale Geschäftsstrategien, haut nicht einfach in die Kerbe "Filesharing macht die Musikindustrie kaputt": "Die Geschäftsmodelle müssen sich radikal ändern, wenn die Musikindustrie irgendeine Chance haben will, die aktuellen Verkaufsrückgänge zu stoppen", erklärt er zu der Studie. Vielversprechende Ansätze dafür gibt es genug, wie etwa die Diskussion "Musik im Netz" auf der vergangenen re:publica zeigte. Unter den Teilnehmern dort war auch Tim Renner, dessen Label-Radio-TV-Kombinat Motor Music zu den bekanntesten Vertretern eines innovativen Stils in der Musikindustrie gehören dürfte. Zitat: Die Musikindustrie befinde sich "im Zombie-Stadium". Unwahrscheinlich, dass diese neue Studie sie daraus erwecken wird. (via PC World) Verwandte News
Trackbacks
Auch wenn es nicht ganz zum Thema passt. Ich zahle nicht für Musik, da... 1.) ... 99 % Mainstream-Schrott ist (Tokio Hotel, Sido,Jimi Blue, Killerpilze u. ähnlicher Scheiß) 2.) ... Die meisten Alben, die ich höre in Deutschland nicht erhältlich sind [Raritäten, etc.] TonyMontana187 am 22.05.2008 19:19
Man kann Musik auch auf Vinyl pressen, einen vernünftigen Preis verlagen ... Dann muss man nicht jammern ... frogger9 am 22.05.2008 19:29
Also, ein einziges mal hab ich nach einer speziellen Scheibe für jemanden gesucht, diese gekauft und versucht diese zu brennen, nicht abspielbar gewesen, wegen DRM, seitdem ich für diese 7 Pfund den Datenschrott kaufte, bin ich von britischen Downloadportals kuriert. Aber die bei www.7digital.com konnten da nichts machen, ausser Tips zu geben, wie man diese eventuell umgeht. Nun bleibt diese CD ungehört und bezahlt. Da wundere ich mich ... Thorzton am 12.06.2008 21:54
Zitat: Zitat von Thorzton Nun bleibt diese CD ungehört und bezahlt. Diesen Fuzzis von der Musikindustrie geht es doch nur darum, daß man die Musik bezahlt, ob man die auch hören kann, ist denen doch wurscht. Am Hören verdienen die ja nix. MfG Andy titus_shg am 12.06.2008 23:52
|