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03. November 2005

iMesh mit Led-Zeppelin - Problem

Gefilterte Tauschbörse mit Startschwierigkeiten

iMesh ist nach Napster der weitere Versuch einer Tauschbörse, mit dem Segen der Label den Usern Musikdownloads zu ermöglichen. Nach langem Entwicklungsvorlauf erschien vor kurzem die Version 6 des Clients, welcher nur noch den Download von Files erlauben soll, den die Labels erlauben. Ein wenig attraktives, kostenpflichtiges Angebot erlaubt das "Mieten" der vorhandenen Musik, will man sie nach Abo-Ende ebenfalls noch abspielen, werden Extrakosten fällig. Der Client verbindet sich zwar auch noch in "offene" Tauschbörsen, soll aber nicht genehmigte Inhalte ausfiltern bzw. den Download blockieren. Dies funktioniert jedoch nur bedingt: ZDnet konnte nicht zum Download freigegebene Led - Zeppelin - Tracks mit dem kastrierten Client finden, ebenso nicht freigegebene Tracks von Green Day oder den Black Eyed Peas.

Man arbeite momentan am Bugfixing, so der Kommentar aus der israelischen Firma, und es sei zu berücksichtigen, dass die momentane Version nach wie vor eine Beta sei. Von einigen Labels habe man noch nicht die "Audio - Fingerabdrücke" erstellt, mit welchen die Filter des Clients arbeiten. Die Technologie sei jedoch durchaus fähig, den gewünschten Effekt zu erzielen - kein Vergleich mit den Filterversuchen des alten Napster, welches Tracks allein anhand der Titel zu blocken versuchte, was von den Usern praktisch sofort umgangen wurde.

Ein wenig dubios auch die Blocking - Policy von iMesh: seltsamerweise tauchen IP - Listen mit geblockten Rechnern in der iMesh - Installation auf, wie man sie sonst von Tools wie PeerGuardian kennt. Mit umstrittenem Nutzen sperren die Tools bekannte Ranges der Rechner von Tauschbörsengegnern aus. Ein seltsames Verhalten bei einer Filesharingplattform, welche sich derart bei den Labels anbiedert wie iMesh. Die Begründung: von den entsprechenden Maschinen aus würden ja auch zahlreiche Fakedateien in die Tauschnetze gestreut. Stören sollte sich iMesh dem eigenen Anspruch nach daran jedoch wenig: die Files, deren Fakes man den Usern ersparen möchte, sollten ohnehin clientseitig gesperrt werden.

Zu empfehlen ist der neue Musikaboservice sicherlich nicht. Für einige Seltsamkeiten und die eine oder andere Geschichte scheint iMesh jedoch nach wie vor hervorragend zu taugen.

  • 2 Kommentare zum Artikel
  • Gefilterte Tauschbörse mit Startschwierigkeiten iMesh ist nach Napster der weitere Versuch einer Tauschbörse, mit dem Segen der Label den Usern Musikdownloads zu ermöglichen. Nach langem Entwicklungsvorlauf erschien vor kurzem die Version 6 des Clients, welcher nur noch den Download von Files erlauben soll, den die Labels erlauben. Ein wenig attraktives, kostenpflichtiges Angebot erlaubt das "Mieten" der vorhandenen Musik, will man ...

    gullinews am 03.11.2005 17:49
  • Hm, jo. Sehr interessant. Ich finde das Verhalten von iMesh eigentlich völlig okay, sollen Sie doch ihr Glück versuchen. Nur an der Umsetzung hapert es noch. Viel interessanter ist aber die Weiterentwicklung von FrostWire... ob LimeWire damit ausgedient hat? Mir sagt der Client zumindest sehr zu.

  • Warum kann man eigentlich nur noch Musik herunterladen? WoHlStAnDs

    Torrobulba am 04.11.2005 10:25
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