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21. August 2007

iMesh Kinderporno aus der lizenzierten Tauschbörse geladen

87 Monate Haft erwarten einen iMesh-User, der über die Tauschbörse iMesh kinderpornografisches Material geladen hatte. Durchaus expliziten Video-Content und nicht ein paar harmlose Nacktbilder zog der User über die Tauschbörse, die als erste P2P-Plattform ein Lizenzabkommen mit den Musiklabels abgeschlossen hat und versprach, unerlaubte Inhalte zu filtern.

Drei heruntergeladene Videos führten zur Verhaftung des Täters, der nach seiner Haftstrafe fünf Jahre unter verschärfter Beobachtung stehen wird. iMesh startete mit großen Versprechungen: Keine illegalen Inhalte seien über iMesh zu finden, man sei "externer Link in neuem Fenster folgt100% legal", versichert die Website. Auch für Kinder biete man eine "externer Link in neuem Fenster folgtlegale, sichere und amüsante Umgebung", so die Elterninformation von iMesh. Was heute vielleicht der Fall ist - denn verübt wurden die Downloads im April 2005.

Dem offiziellen Launch von iMesh im Oktober 2005 ging jedoch eine einjährige "Umbaupause" voran, in der im laufenden Betrieb die entsprechende Technologie zum Filtern entwickelt und implementiert wurde. Offenbar mit erheblichen Anfangsschwierigkeiten, wenn in dieser Zeit noch entsprechende Suchbegriffe mit Ergebnissen einschlägiger Art bedient wurden. Der Täter externer Link in neuem Fenster folgthatte zugegeben, die Videos über Suchbegriffe, die mit Kinderpornografie assoziiert werden, gefunden zu haben.

Nach der vergleichsweise geringen Entschädigungszahlung iMeshs an die Labels - 4,1 Millionen Dollar sind geflossen - sollte die Tauschbörse der erste große, lizenzierte Napster-Nachfolger werden. Trotz der externer Link in neuem Fenster folgteingeschränkten Möglichkeiten nach dem Launch von iMesh 6 konnte sich die Plattform bis heute halten. Probleme mit dem Ausfiltern unlizensierter Inhalte gab es noch externer Link in neuem Fenster folgteinige Zeit. Und die Probleme im Vorfeld waren, wie der jetzt bekannt gewordene Fall zeigt, größer als gedacht.

Ob sich das in irgend einer Form auf Erfolg oder Misserfolg von iMesh als kommerzieller Plattform auswirken wird? Seit dem lizenzierten Relaunch ist es weitgehend still um die Filesharingplattform geworden, und da die Vorfälle nicht nach dem offiziellen Launch aufgetreten sind, sollte sich die Entrüstung in Grenzen halten. Die Attraktivität iMeshs indessen ebenfalls.

  • 79 Kommentare zum Artikel
  • naja, in der anonymen umgebeung hier, müsste sich ja niemand schämen pädophil zu sein, schließlich ist das keine straftat. aber da ja die tolleranz bekanntlich nicht sehr hoch ist, wird sich wohl niemand freiwillig outen wollen. Ja, das allein ist keine Straftat! Nur leider folgert ein Grossteil der Menschen - wie du schon so treffend erklärt hast - aus der reinen Tatsache, das ein Mensch mit einer pädophilen Ausrichtung gestraft ist ...

    homertrixxx am 07.01.2008 04:15
  • ich habe damit auf jeden fall kein problem, du bist ja dadurch nicht automatisch ein kindesmisshandler oder sonst etwas.. wäre ja dann genauso logisch zu behaupten, dass alle heterosexuellen die noch nie ne beziehung oder sex hatten potenzielle triebtäter wären. vlt verhält es sich ja mit dem hass auf pädophile genauso wie mit dem hass/abscheu auf homosexuelle, die durch die eigene latente pädophilie verursacht wird, welche man aber leugnet ...

    Sp00kyFox am 24.01.2008 14:45
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