Ex-FastTrack - Client wird kostenpflichtig
iMesh ist wohl eine der dienstältesten Tauschbörsen - noch zu Napster - Zeiten gestartet, fiel iMesh durch eine Reihe damals völlig neuer und intelligente Features auf - Unterstützung des Tauschs von Videos, Download aus mehreren Quellen und intelligente und funktionierende Resume - Funktion: wer noch das Ur-Napster kennt, wird sich erinnern, wie schmerzlich man solche Möglichkeiten bei dem Filesharing - Vorreiter vermisst hatte.
Die maximale Länge von Videoclips ist auf 50 MB oder 15 Minuten Länge begrenzt: so soll das Sharen von Filmen eingeschränkt bzw. verhindert werden.
Die DRM - geschützten Files, die man bei iMesh nun ziehen kann, sind an den PC gebunden: weder das Abspielen beispielsweise mit dem iPod noch das Brennen auf CD ist momentan möglich, wenngleich letzteres als zukünftiges Feature bei iMesh angekündigt wird. Beendet man das Monatsabo, wird die geladene Musik nach NapsterToGo - Vorbild unbrauchbar: es sei denn, man hat nochmals extra pro Track bezahlt.
Tauschbörsen-Vorreiter Bertelsmann, die mit dem Kauf von Napster ihre ersten, mißglückten Schritte in die Filesharingwelt gemacht haben, kündigen währenddessen den kurz bevorstehenden Start von GNAB (rückwärts originellerweise "BANG") an, einen ebenfalls tauschbörsenbasierten, kostenpflichtigen Musikvertrieb, der mit einem Startangebot von ungefähr einer Million Tracks in näherer Zukunft auf den hart umkämpften Markt kommen soll. Und am Fraunhofer Institut wurde kürzlich mit confuoco eine weitere technische Basis für geschütztes, kostenpflichtiges Peer2peer entwickelt. Es bleibt jedoch die Frage, ob sich derartige Dienste, die dem User gegen Bezahlung Musik zwar zugänglich machen, ihnen jedoch kaum Rechte an selbiger einräumen, gegen die beliebten freien Tauschbörsen bestehen können.
Immerhin: iMesh hat es momentan auf Platz eins der Downloadstatistik von Download.com gebracht. Die ersten ein bis zwei Monate soll das iMesh - Abo kostenlos sein: wer von den bislang über 1,5 Millionen Downloadern das Programm danach noch einsetzt, wird sich zeigen.