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09. März 2005

IFPI will weiter gegen allofmp3.com vorgehen

Man ist vom russischen Copyrightgesetz enttäuscht

Nachdem das Verfahren gegen den russischen Downloaddienst allofmp3.com offenbar eingestellt wurde, zeigt sich die internationale Vereinigung der Phonoindustrie IFPI entäuscht - und kündigt weitere Schritte gegen allofmp3.com an.

Der IFPI sei noch keine offizielle Verlautbarung über eine entsprechende Einstellung des Verfahrens bekannt, rechne nicht in der nächsten Zeit mit einer solchen, würde aber in diesem Fall weiter gegen allofmp3.com vorgehen, so eine IFPI - Sprecherin laut der BBC. Es wäre in diesem Fall jedoch sehr enttäuschend, wenn die bisherige Geschäftspraxis von allofmp3 fortgesetzt werden könne.

Die BBC berichtet weiter, nach russischem Recht seien nur physikalische Datenträger wie CDs und DVDs entsprechenden Copyright- und Lizenzrechten unterworfen, nicht jedoch rein digitale Daten wie mp3-Files.

Für die IFPI dürfte es eine recht neue Erfahrung sein, dass Gerichte und Gesetzgeber nicht sofort vor ihren Forderungen einknicken, sondern sich auf das national geltende Recht berufen und womöglich nicht einmal Anstalten machen, dieses zügig zu ändern. Es bleibt zu hoffen, dass sie in Zukunft mehr Gelegenheiten bekommt, das Wegstecken solcher Erfahrungen einzuüben.

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