Was die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) gegenüber Telenor aussprach, war ein Ultimatum. Man solle den Zugriff auf The Pirate Bay blockieren. Falls nicht, würde man verklagt werden. Telenor weigerte sich, die IFPI reichte Klage ein. Bereits zu Beginn dieses Monats wurden beide Parteien gehört. Das Urteil wurde gestern bekanntgegeben.
Telenor hat das Verfahren gewonnen. Nach Ansicht des Gerichts sei der Provider nicht an den Urheberrechtsverletzungen beteiligt, wenn seine Kunden auf The Pirate Bay zugreifen. Aus diesem Grunde gäbe es keine gesetzliche Basis, auf der eine solche Sperre befürwortet werden könne. "Wir sind froh, dass das Bezirksgericht zu diesem Schluss gekommen ist", erklärte der Chief Executive Officer (CEO) von Telenor, Ragnar Kårhus.
Dabei wies er auch darauf hin, dass das Verfahren eine weit größere Bedeutung habe. "Es ist jetzt aber auch wichtig für uns zu verstehen, dass dieses Verfahren sich nicht für oder gegen das Urheberrecht ausspricht. Vielmehr geht es um die Frage, ob es akzeptabel ist, wenn Internet Service Provider mit einer Zensur belegt werden, in Anbetracht der Inhalte im Internet."
Dabei verwies er insbesondere die IFPI und andere Rechteinhaber in ihre Schranken. Es läge an diesen, Geschäftsmodelle zu entwickeln, welche die Nutzung von Seiten wie The Pirate Bay weniger attraktiv machen. In diese Richtung ist bisher wenig getan worden. Ob sich daran jedoch viel ändert, nur weil Telenor das Verfahren gewonnen hat? Vermutlich nicht. Der IFPI wurde dadurch jedoch einmal mehr aufgezeigt, wo ihre Grenzen liegen.
(via torrentfreak, thx!)
(Bildquelle: via folk.uio, thx!)
| 1 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Firebird77 am 07.11.2009 13:43:46: |
DasFragezeichen am 08.11.2009 00:50:02: |