gulli: IFPI Schweiz: Provider sollen Filesharer verpfeifen
21. Dezember 2005

IFPI Schweiz Provider sollen Filesharer verpfeifen

Datenherausgabe durch die ISPs gefordert

Die Schweizer Landesgruppe des Verbandes der Phonoindustrie IFPI setzt seinen Kampf gegen die Kunden fort: Nachdem man bereits die User mit "Instant Messages" belästigt hatte, sind nun die schweizerischen Provider an der Reihe. Diese werden per Brief dazu aufgefordert, Daten von Filesharern zu loggen, diese auf Antrag der IFPI auch herauszugeben und auch anderweitig ihre Kunden am Tausch von Medien zu hindern.

Dabei beruft man sich auf eine Mitschuld, die man den Providern unterstellt: diese hätten schließlich die Möglichkeit, das Verhalten der User zu erkennen, ergreifen jedoch keine Gegenmaßnahmen. Das sei "als Gehilfenschaft ebenfalls strafbar und schadenersatzpflichtig, sobald Sie trotz Kenntnis von der Rechtsverletzung beziehungsweise des entsprechenden Verdachtes diese weiterhin durch die fortgesetzte Zurverfügungstellung Ihrer technischen Infrastruktur ermöglichen", so im Text des Schreibens.

Auf diese Weise moralisch gerüstet, fordert die IFPI die Provider zu mehr Lässigkeit beim Datenschutz auf: Name und Adresse der Personen sollen herausgegeben werden, von denen die IFPI annimmt, dass sie copyright-geschützte Dateien angeboten haben und deren IP sie aufzeichnete.

Sollte ein Provider den gewagten Forderungen nicht nachkommen, soll er nach Willen der IFPI zumindest als Briefträger unterstützend beim Nutzerkriminalisieren wirken: von der IFPI zur Verfügung gestellte Unterlassungserklärungen plus Vergleichsaufforderung solle man zumindest an die User weiterleiten, wenn man schon ihren Datenschutz zu wahren wage. Die Summe, die die User im Vergleichsfall zu entrichten hätten, würde dabei nicht genannt. Bislang wurden seitens der schweizerischen Musikindustrie in anderen Fällen Zahlen zwischen 1.000 und 10.000 Franken ins Spiel gebracht.

  • 4 Kommentare zum Artikel
  • Die IFPI ist wirklich lästig! Die merken anscheinend ja nicht einmal wie die den ISPs/P2P-Usern ect. auf die Nerven gehen. *rolleyes* Nicht nur das sie per IM den Leuten auf den Geist gehen, nein, jetzt nerven sie auch noch die ISPs, welche einfach nur ihren Job tun. Solche nervigen Zeitgenossen like IFPI und Logistep sind echt eine Plage der heutigen Gesellschaft by the way: die internet seite der IFPI schweiz ist ja mehr als 3t ...

    xxxstereoxxx am 21.12.2005 19:51
  • Zitat: Zitat von xxxstereoxxx Solche nervigen Zeitgenossen like IFPI und Logistep sind echt eine Plage der heutigen Gesellschaft Wie würde Satan von L1VE sagen ? Zitat: Ab in den Staub

    cuhformation am 21.12.2005 23:16
  • Die FileSharer koennen ihre Provider schuetzen! Die groteske Argumentation der MI laesst erhebliche Zweifel an der Intelligenz der Verfasser des an die Provider versandten Elaborates aufkommen: ""Uns ist bewusst, dass die in Rede stehenden Soundfiles nicht von Ihnen, sondern von Dritten vervielfältigt und verbreitet werden, die sich dafür der von Ihnen zur Verfügung gestellten technischen Infrastruktur bedienen", räumt der ...

    opensky.cc am 22.12.2005 21:30
  • Die FileSharer koennen ihre Provider schuetzen! Die groteske Argumentation der MI laesst erhebliche Zweifel an der Intelligenz der Verfasser des an die Provider versandten Elaborates aufkommen: ""Uns ist bewusst, dass die in Rede stehenden Soundfiles nicht von Ihnen, sondern von Dritten vervielfältigt und verbreitet werden, die sich dafür der von Ihnen zur Verfügung gestellten technischen Infrastruktur bedienen", räumt der ...

    opensky.cc am 22.12.2005 21:36

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