gulli: IFPI: Musikverkäufe laufen trotz P2P prächtig
27. Januar 2008

IFPI Musikverkäufe laufen trotz P2P prächtig

Laut dem Digital Music Report 2008 der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) haben im Vorjahr die Absätze von Musik über Internetportale und solche für Handys rund 15 Prozent der weltweiten Musikverkäufe ausgemacht. Demnach stieg der Umsatz der nicht physischen Formate um vierzig Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr wurden online rund 1,7 Milliarden Songs verkauft. Trotzdem war sich der Weltverband der Phonoindustrie nicht zu schade, weiterhin die bösen Filesharer zu verteufeln.

Der Bundesverband Musikindustrie (IFPI) sieht in den Benutzern der Tauschbörsen noch immer die größte Konkurrenz im Netz. Man rechnet dem geneigten Leser vor, auf je zehn legale Downloads kommen 20 illegal getauschte Dateien.

Die allumfassende Lösung des Problems mit den Piraten wurde auch schon ausgemacht. Die Internet-Service-Provider Europas sollen es richten. Sie sollen wie bei unseren Nachbarn in Frankreich im Fall der mehrfachen Urheberrechtsverletzung den Anschluss sperren und grundsätzlich mehr Filtertechnologien einsetzen. Die Franzosen hätten mit ihren Ideen zur Bekämpfung der Mordkopierer eine Vorreiterrolle in Europa übernommen und neue Trends gesetzt. Präsident Sarkozy wird mit den Worten:

"Das Internet darf zu keinem Hightech-WildWest werden. Eine gesetzlose Zone wo Banditen hemmungslos Werke brandschatzen und straffrei mit diesen Handel treiben." zitiert.

Revolution. Innovation. Responsibility. Zumindest die Frage nach der Verantwortung ist geklärt, die ISPs sollen in die Pflicht genommen werden. Warum man den eigenen Report als innovativ oder gar revolutionär bezeichnet, bleibt indes ungeklärt.

  • 13 Kommentare zum Artikel
  • hm ... Spontan kam mir ein Gedanke... "Nach jedem Arschfick kommt das nächste Stück scheisse ..." ka warum ...

    Mr.Harmlos am 27.01.2008 21:15
  • also ich kauf immernoch fleißig vinyls ,und werde es auch weiterhin tun .gute musik hat es verdient bezahlt zu werden

  • Nun sobald amazon mitmischt (kein drm, größtes angebot), was bald passiert, werde ich wohl auch fleißig kaufen.

  • Zitat: Zitat von VanDooM Es ist doch eh immer das gleiche, die Musikindustrie jammert wegen zu wenig Geld, immer wieder die gleiche Nachrichten nur interessiert das niemanden! Scheiss Musik bleibt Scheiss Musik! das sind Fakten, die Musikindustrie ist seit 1995 tot, aus, ende. In einer Woche kommt eh wieder die so wichtige Nachricht "Musikindustrie verdient zu wenig etc." es interessiert einfach niemanden ...

    Johnnsen am 28.01.2008 23:40

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