Die IFPI betonte, an einer Partnerschaft mit den Providern nach wie vor interessiert zu sein. In Zukunft würde man aber "Maßnahmen" gegen Provider ergreifen, über deren Leitungen Files illegal getauscht würden - auch wenn man diese Strategie nicht gerne verfolge. IFPI-Chef Kennedy drohte mit Klagen gegen die Provider, die "in Wochen, nicht Monaten" folgen könnten. Er "...habe erkannt, dass ich Opfer einer Verschleppungstaktik bin ... Wenn sie (die Provider) weiter verschleppen wollen, wird ihre Zeit ablaufen."
Die Vereinigung der Internet Service Providers ließ durch einen Sprecher vermelden, man betrachte sich als reinen Bereitsteller von Kommunikationsdienstleistungen und nicht verantwortlich für die Inhalte, die Kunden übertragen. Eine Sprecherin von Tiscali fügte an, die Beweislast läge bei der IFPI, die darlegen müsse, dass ein User tatsächlich illegal tauschte.
Tiscali verwies weiter darauf, dass diese Beweise von der IFPI nicht in ausreichendem Maß geliefert würden, um eine Vertragskündigung zu rechtfertigen. Letztes Jahr verweigerte Tiscali die Sperrung von 17 Usern, denen die IFPI Filesharing unterstellte. Die Beweismittel seinerzeit:
"Sie haben uns ebenso Auszüge eines Screenshots geschickt, der den Download-Ordner eines dieser Kunden zeigt. Sie behaupten, diese "Beweise" seien "überwältigend". Jedoch haben sie keinerlei Beweismaterial für die anderen 16 Accounts geliefert. Weiter haben sie nicht bewiesen, dass ein Download stattgefunden hat oder dass der Shared Folder zu der genannten IP gehört."
Alex Zubillaga vom Label Warner macht immerhin Hoffnung auf einsetzende Denkprozesse:
"Wir müssen Innovationen bringen und neue Wege finden, Kunden anzusprechen. Wir hatten es mit der CD zu lange zu gut, sind dadurch verzogen worden und reagierten nicht auf den technologischen Wandel."
| 11 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Dieselhorst am 19.01.2007 20:53:13: |
Biegel am 20.01.2007 09:59:50: |
stustiguz am 20.01.2007 10:51:35: |