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16. Oktober 2007

ifpi.com International Federation of Pirate Interests von TPB gekapert

Der internationale Verband der Phonoindustrie IFPI ist unter ifpi.org noch zu erreichen, unter ifpi.com findet man die "bald startende" International Federation of Pirate Interests, kurz, nun, IFPI. Die ausgelaufene .com-Domain wurde von der Pirate Bay übernommen - ob die IFPI davon sehr verärgert ist, kann jedoch bezweifelt werden.

IFPI von der Pirate Bay gekapertEin netter Kaperstreich ist dem Team um die schwedischen Piraten durchaus gelungen: die IFPI ist einer der Hauptfeinde des Torrenttrackers, der den Schweden schon des Öfteren Probleme bereitet hat. Die .com-Domain ließ der Verband - unvorsichtigerweise? - auslaufen, woraufhin die Schweden zugriffen und ankündigen, unter der Adresse ein neues externer Link in neuem Fenster folgtInfoportal aus dem Boden zu stampfen, welches sich dem Vertreten von Pirateninteressen widmen soll. Einige erstaunlich geschmackvoll stilisierte Totenschädel glotzen den Betrachter nun auf der ehemaligen Seite des internationalen Verbands der Musikindustrie an.

Ungeschickt ist die verschlafene Domainregistrierung der IFPI allemal - die Abkürzung hat sich eingebürgert, die .com als Standard-TLD ebenso. Die Frage ist, ob die IFPI weiter unter dem angestammten Namen firmieren will.

Denn die deutsche Sektion des Phonoverbands hat sich vor kurzem externer Link in neuem Fenster folgtumbenannt: aus den bisherigen Verbandsnamen "Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft e.V." und "Deutsche Landesgruppe der ifpi e.V." wurde der "Bundesverband Musikindustrie e.V.". Damit trägt der Verband der Entwicklung Rechnung, dass man sich seit einiger Zeit nicht mehr ausschließlich mit der begrifflich ohnehin überkommenen "Phonographie" beschäftigt.

Eine Umorientierung, die auch international fällig werden dürfte. Nichtsdestotrotz gibt man eingeführte Benennungen und die dazugehörigen Domains in der Regel nicht leichtfertig auf - ansonsten drohen Aktionen wie das nun stattgefundene Kapern der .com durch die schwedischen Piraten. Deren Öffentlichkeitsarbeit damit einmal mehr - trotz vermutlich um Größenordnungen geringerem Budget - leicht effizienter war als die des Gegners.

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