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27. Januar 2007

IFPI-Chef Kennedy dreht bei Kulturflatrate doch in Sicht?

Filesharing-Kriminalisierungshardliner der ersten Güte und IFPI-Chef John Kennedy erklärte jüngst auf der 41. Musikmesse Midem in Cannes, dass er die Vergütung in Form einer Kulturflatline nicht mehr komplett ausschließt. "Das ist ein Modell, über das man nachdenken kann."

Doch in Zeiten wo der Verkauf der herkömmlichen Tonträgern immer schleppender verläuft und immer mehr Musik online verkauft wird, ist es offensichtlich selbst für ihn der rechte Moment über ein Umdenken nachzudenken. Man erkannte auf zahlreichen Konferenzen zudem, dass sich beim Vertrieb von Musik die untereinander inkompatiblen DRM-Standards von Apple, Microsoft & Co. negativ aufs Geschäft auswirken.

"Wir sollten uns da nichts vormachen", meinte Kennedy. "Steve Jobs hält die Schlüssel zur Interoperabilität in der Hand." Apple Chef Jobs würde sich nach Meinung des IFPI-Chefs nur dann auf eine Öffnung der bei iTunes angebotenen Musiktitel ohne Verschlüsselung via FairPlay-DRM einlassen, wenn dies seiner Firma auch den entsprechenden wirtschaftlichen Vorteil bringen wird. Um konkurrenzfähig bleiben zu können, werden die major Labels in den nächsten Monaten offensichtlich ganz langsam und allmählich von jeglicher Verschlüsselung abrücken. Kennedy weiter zum Thema Kulturflatrate:

 

"Wenn die Internetanbieter auf uns mit dem Vorschlag einer Pauschallizenz für einen bestimmten Monatsbetrag zukämen, würde ich sagen: Lasst und darüber reden."


Kulturflatrate - http://www.fairsharing.de/index_all.phpOb sich die Vorstellungen der Musikindustrie bezüglich der Höhe der Abgabe für ihre Flat mit der der Konsumenten überschneiden werden, ist natürlich abzuwarten. Im Sinne der Künstler wäre eine schnelle Lösung auf jeden Fall wünschenswert - in diesem Fall würden die Gelder wenigstens teilweise dort ankommen, wo sie hingehören - bei der Band bzw. beim Interpreten.

Aber wenn die Labels in Zuge dieses Verfahrens zumindest von ihrer DRM-Politik abrücken, kann das nicht verkehrt sein. Wir erinnern uns: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...

  • 17 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von c3p  wäre schon ne schöne sache, allerdings bleiben da noch ein paar probleme: 1) wie teuer? also ich könnte mir preise bis 50€ im monat für VOLLEN CONTENT (musik + filme + 2) wie soll man sicherstellen das nur derjenige der es benutzt den content auch erhält? (drm wäre da ja die lösung scnr ^^) evtl. wäre eine tauschbörse möglich in welcher nciht verfolgt wird, die man jedoch erst nach ...

    Lucas9991 am 28.01.2007 02:52
  • muss es denn ne flat sein? wie wärs denn mit nem größeren allofmp3, mit größerem angebot und etwas kleineren preisen, nur für deutschland? kann mir vorstellen dass bei ner flat teils maßlos übertrieben würde (15-20) und dann wieder einige (ich sag mal leute ab 40) fast nix ziehen würden aber das gute an ner flat für alle wär, dass es mal ne reale abbildung der hörgewohnheiten gäb - was so in den charts oben ist hört doch eigtl keine sau ...

    Swooosh am 28.01.2007 03:05
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