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11. September 2008
IE 8 Beta Ein Keystroke-Logger als neues Feature?Auch der Internet Explorer 8 (IE8) verfügt über eine Logging-Funktion, die offiziell als Keystroke-Logger implementiert wurde. Dadurch schreibt der Browser sämtliche Eingaben in der Adresszeile und dem Suchfeld mit und sendet diese weiter an einen Server der Entwickler. Manch ein User mag diese Funktion als durchaus nützlich ansehen, andere hingegen bringt die Tatsache schlicht und ergreifend auf die Palme, dass ein weiteres Microsoft-Tool "nach Hause telefoniert". Vergleichbares hat sich am letzten Wochenende in Bezug auf den Google Chrome Browser abgespielt. Der Suchmaschinengigant beteuert, dass die Daten nicht länger als 24 Stunden auf den Servern gespeichert werden. Wie die Entwickler aus Redmond mit den gesammelten Daten umgehen, ist bislang nicht bekannt. An und für sich ist der Keystroke-Logger als Arbeitserleichterung für die Benutzer gedacht. Dem Anwender soll beim Eintippen eines Suchbegriffs oder einer Adresse (URL) Hilfestellung geben werden. Zu diesem Zweck haben die Entwickler in ihr Programm diese Vorschlagsfunktion eingebaut. Dieses aus datenschutzrechtlichen Gründen fragliche Feature hat aber durchaus eine Kehrseite, die so manchen Benutzer stören könnte. Dabei verfolgt man vorrangig das Ziel, dem User so viel Komfort wie möglich zu bieten. Fraglich ist jedoch, in wie weit der Datenschutz dabei auf der Strecke bleibt. Technisch gesehen ist es mit Gewissheit möglich, anhand der IP-Adresse des Absenders einen Rückschluss auf die wahre Identität des Benutzers zu ziehen. In diesem Zusammenhang ist allerdings nicht lückenlos klar, was Microsoft mit den Daten (abgesehen von den Suchbegriffen) des Absenders vorhat. Doch dem ist es an Features noch nicht genug. Die Anwendung kann dem User zudem auch verschiedenste Vorschläge zu ähnlichen Webseiten anzeigen. Ob und wie lange die Daten auf den Microsoft-Servern gesichert werden, ist bislang nicht bestätigt.
Zugute halten muss man den Entwicklern aus Remond ohne Frage, dass die Suggested Search erst den aktiven Betrieb aufnimmt, wenn der Anwender dem explizit zustimmt. Die Programmierer haben die Funktion nicht als Standardeinstellung in das Programm eingebaut und überlassen die Entscheidung dem Kunden. Wer bei der Installation gefragt wird, ob er vom IE Vorschläge unterbreitet haben möchte, sollte es sich aber besser zweimal überlegen, ob er diese Frage bejahen möchte. (gS-) (via idg.com.au, thx!) Trackbacks
Und das ist er weil …? Schattenspieler am 12.09.2008 17:01
spontan fällt mir da wikipedia ein (wer weiß, wieviele das sonst noch machen), da kriegt man (neuerdings?) auch vorschläge beim tippen.. seh ich in dem zusammenhang nicht allzu kritisch.. ob man nun einen begriff char-by-char schickt oder komplett.. macht evtl. mehr traffic, dafür kommt man schneller zum gewünschten artikel, ohne vorher zu suchen.. und seine bank-logins wird man da wohl kaum eingeben - und selbst wenn, ein "gewöhnliches" ... Novgorod am 13.09.2008 02:03
Zitat: Zitat von Novgorod dagegen hat der browserverlauf aber garnix beim browser-hersteller zu suchen - schließlich bietet er ja nicht das gesamte internet an .. und das im austausch für diese "suggestions" - dürfte wohl kaum jemandem wirklich bewusst sein.. leider vergisst man zu oft, (geht mir jedenfalls so) das dass internet ja auch von anderswo durchsucht werden kann. ;-) google ist ja ... HassKappenMann am 13.09.2008 22:57
Zitat: Zitat von Laura91 ...Url type="application/x-suggestions+json" method="GET" template="http://suggestqueries.google.com/complete/search? output=firefox& client=iceweasel& qu={searchTerms}"... Das steht beim Firefox 2 seit ewigen Zeiten in der Standardkonfig zum Google-Suchplugin. Firefox überträgt also bei jedem Tastendruck im Suchfeld die Daten an Google und sagt auch noch, daß es Firefox bzw. ... HassKappenMann am 13.09.2008 23:04
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