gulli: ID-Software: PC-Branche freut sich insgeheim über Piraterie

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24. August 2008

ID-Software PC-Branche freut sich insgeheim über Piraterie

Todd Hollenshead, Geschäftsführer von ID-Software, bestens bekannt durch Spiele wie Commander Keen, Doom und Quake, bemerkte in einem Interview, dass die Hersteller von PC-Hardware insgeheim über Piraterie von Musik, Filmen und Computerspielen froh sein düften. Denn egal ob die Software oder die digitalen Inhalte gekauft wurden oder illegal kopiert - man benötigt für den Genuss der Medien gute Hardware.

Aus diesem Grunde dürfte die Hardwareindustrie kaum ein ernsthafter Gegner von Piraterie sein. Sie würden seiner Meinung nach oftmals auf der falschen Seite Stellung beziehen. Es gäbe in der Hardwarebranche dieses "schmutzige Geheimnis", welches nicht öffentlich verkündet wird. Denn wenn man einen PC kauft, erhält man den Zugang zu der Welt digitaler Medien - ob man für sie bezahlt oder nicht. Er bezieht sich auch auf die permanent stattfindende Entwicklung, wo auf der einen Seite immer wieder neue Kopierschutzmechanismen erdacht werden, die auf der anderen Seite immer wieder geknackt werden.

Hollenshead glaubt, dass es sich weder um eine Verschwörung oder sonst etwas Ähnliches handelt. Es ist jedoch eine relativ schlichte Tatsache, dass der PC einen Zugang zu dem Austausch von Inhalten schafft. Unabhängig davon, ob diese illegal beschafft wurden oder nicht. Als Beleg führte er an, dass es Hersteller gibt, die p2p-Technologie für die Nutzung legaler Inhalte fördern.

Die Argumente von Hollenshead basieren nicht auf wissenschaftlicher Evidenz, jedoch könnte man sich denken, dass in der Branche diese Haltung existiert. Mit der provokanten These bietet Hollenshead selbst ein gutes Arument, über das sich zu diskutieren lohnt. (020200)

 

(via 1UP)

  • Ich schäme ich auch jedes Mal, wenn ich bei Mindfactory eine große WD-Festplatte bestelle. Die lästern dort sicher schon über mich

  • [quote]Die Argumente von Hollenshead basieren nicht auf wissenschaftlicher Evidenz […][/url]Bitte? Seit wann braucht man für solche Aussagen "wissenschaftliche Evidenz". Das kann sich jeder grunschüleran einer Hand abzählen, daß es die Hardwareindustrie zumindest nicht juckt, wenn die Leute Geld für Hardware ausgeben können, weil sie die Software bzw. Inhalte nur teilweise vergüten. Davon abgesehen hat dieser Sony-Typ (Name vergessen) das ...

    Schattenspieler am 26.08.2008 20:27
  • Auch ich gebe einen hier zum Besten: Laut vielen Herstellern soll eine 30 Tägige Testversion bzw. eine kastrierte Demoversion zum Kauf der Software behilflich sein. Die Frage ansich liegt in der Ironie des 1. Satzes: Wer kann bei einer Shareware-Version wirklich nach 30 Tagen sagen: Ich kann mit dieser Software umgehen und auch produktiv arbeiten? Ich denke, dies können wirklich nur Benutzer, welche 24/7 vor dem PC sitzen und nichts anderes ...

    Claymore am 26.08.2008 23:32
  • Zitat: Zitat von Claymore  ... Zumindest nicht, bevor man an der Kasse regelrecht Lotto gespielt hat. Und ein Verlass auf die eingekauften Tester ist mit Sicherheit nicht. Zu verschieden sind Geschmäcker und Ansprüche der Endanwender. ... wasn das fürn Quatsch, ich mach Morkopien um den bau meiner Nuklearraketen finanzieren zu können, nich um die Sachen zu testen oder diesem Monopolmissbrauch ...

    alter_Bekannter am 27.08.2008 10:10
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