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20. November 2007
Hushmail PGP-Erfinder Zimmermann verteidigt Datenherausgabe des Krypto-Mailproviders an die DEALetzten Endes ist es Sache der User, sich um die Sicherheit ihrer Mails zu kümmern, so der PGP-Erfinder Phil Zimmermann über die Datenherausgabe des Mailproviders Hushmail an US-Ermittler. Man dürfe Hushmail wegen der Aktion nicht verdammen, es sei selbstmörderisch, in so einem Fall anders zu handeln. Hushmail bietet Maildienste an, die per default PGP-verschlüsselt zwischen Hushmail-Nutzern abgewickelt werden und warb damit, nicht einmal die eigenen Mitarbeiter könnten die Mails entschlüsseln. Dennoch gaben sie mehrere CDs mit Mailwechseln an die Drogenermittlungsbehörde DEA weiter. Das Problem: nutzt ein User die Verschlüsselung per Java-Applet, kann er prinzipiell von Hushmail ein modifiziertes Applet mit Backdoor untergeschoben bekommen. erheblich Prügel einstecken. Mit Phil Zimmermann, Erfinder der PGP-Verschlüsselung, bekommt der Provider nun einen gewichtigen Fürsprecher.
"Wenn ein Bedrohungsmodell mit einschließt, dass Regierungsinstitutionen mit aller Kraft und allen Mitteln einen Provider zur Kooperation zwingen, gibt es Wege, an den Plaintext heranzukommen. Nur weil Verschlüsselung im Spiel ist, heißt das nicht, dass man einen Talisman gegen Ermittler besitzt. Die können einen Provider zur Kooperation verpflichten." Was in dem Fall offenbar geschehen ist und woraufhin Hushmail keine Wahl gelassen wurde. Die Betreiber hätten "das Herz am rechten Fleck", so Zimmermann, aber in manchen Situationen helfe das schlicht nicht weiter. "Es wäre selbstmörderisch für ihr Geschäftsmodell, wenn sie das nicht getan hätten ... Es gibt gewisse Angriffe, die jenseits ihrer Abwehrmöglichkeiten sind. Sie (Hushmail) sind kein souveräner Staat." Stattdessen hätten die Anwender beispielsweise das Applet per Checksum auf Veränderungen prüfen müssen, so Zimmermann. Hushmail gab zu, auf richterliche Anordnung gezwungen zu sein, mit den Ermittlern zu kooperieren, so weit es in ihren Möglichkeiten stehe. Dazu gehört offenbar auch das gezielte Einspielen manipulierter Applets auf die Rechner bestimmter User. Inzwischen empfiehlt Hushmail, dass niemand den Dienst nutzen sollte, der in Aktivitäten verwickelt ist, die zu richterlichen Anordnungen zur Datenherausgabe in British Columbia führen könnte. Verwandte News
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